Diabetes: Wie und wie oft muss ich Saxagliptin (Onglyza) einnehmen?

Das Antidiabetikum Onglyza® (Wirkstoff Saxagliptin) wird als Tablette einmal täglich eingenommen.

Saxagliptin verschreiben Ärzte in der Regel dann, wenn ein anderes Diabetesmedikament alleine nicht ausreicht, den Blutzuckerspiegel adäquat einzustellen. Ergänzend wirkt es sich positiv sowohl auf den Nüchternzucker als auch auf die Glucosewerte nach dem Essen aus. So kann es den Langzeitwert HbA1c nachhaltig stabilisieren.

5 mg täglich

Das heißt, Onglyza® wird meist von vorne herein an die bestehende Behandlung angepasst. Üblich sind 5 mg täglich, die Sie zusammen mit Ihrem bisherigen Medikament (z.B. Metformin oder einem Sulfonylharnstoff) einnehmen. Wenn Ihre Nierenfunktion stärker eingeschränkt ist, wird die Dosis evt. auf 2,5 mg reduziert.

Manchmal muss auch die Menge Ihres primären Arzneimittels reduziert werden. Gerade Sulfonylharnstoffe, aber auch Insuline können in der Kombination mit Saxagliptin den Blutzucker zu stark absenken. Die sogenannte Hypoglykämie (Unterzuckerung) ist eine gefährliche und gefürchtete Nebenwirkung bei der Diabetesbehandlung. Mit der entsprechenden Dosierung und regelmäßigen Blutzuckerkontrollen lässt sich das Risiko jedoch minimieren.

Was Sie beachten sollten

Das wird Ihr Arzt aber genau mit Ihnen besprechen und überlegen, welches die richtige Kombination und Dosierung für Sie ist.

Sie selbst sollten bei der Einnahme von Onglyza® folgendes beachten:

  • Schlucken Sie die Tablette im Ganzen mit ausreichend Flüssigkeit.
  • Sie können das Medikament unabhängig von den Mahlzeiten und zu jeder Tageszeit einnehmen.
  • Wählen Sie am besten immer dieselbe Tageszeit.
  • Wenn Sie die Tablette einmal vergessen, können Sie sie zu einem späteren Zeitpunkt einnehmen. Achten Sie aber darauf, an einem Tag nicht die doppelte Menge einzunehmen.
  • Ändern Sie die Dosis von Saxagliptin nicht eigenmächtig, und setzen Sie das Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab.

In der Regel wird Saxagliptin recht gut vertragen. Sollten Sie dennoch Beschwerden bekommen, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Autorin: Eva Bauer (Ärztin)

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