Warum haben Menschen mit Diabetes Typ 2 ein erhöhtes Risiko für Darmkrebs?

Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2 erkranken häufiger an Darmkrebs als Nicht-Diabetiker. Als Ursache wird Insulin diskutiert, das mit seinen wachstumsfördernden Effekten die Entstehung und Vermehrung von Tumorzellen begünstigen könnte.

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In einer Studie, an der sich knapp 25.000 Menschen mit Typ-II-Diabetes beteiligten, bekamen diejenigen, die mehr als drei Jahre lang Insulin spritzten, dreimal so häufig Darmkrebs, wie jene, die mit Tabletten behandelt wurden.

Was man dazu aber auch gleich sagen muss: In absoluten Zahlen ist das für jeden Einzelnen immer noch ein sehr geringes Risiko. Es wäre deshalb falsch, die Insulintherapie aus Sorge um Krebs abzubrechen. Das Risiko, dann durch den Diabetes in Lebensgefahr zu geraten, ist ungleich höher als die Gefahr, Darmkrebs zu bekommen. Da Darmkrebs im Gegensatz zu vielen anderen Krebserkrankungen bei frühzeitiger Entdeckung in fast allen Fällen komplett geheilt werden kann, empfehlen wir Ihnen (und auch allen Nicht-Diabetikern) die regelmäßige Teilnahme an der Darmkrebsvorsorge.

Autor: Ihr Dr. med. Jörg Zorn

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