Was ist bei der Behandlung von Fußwunden beim Diabetischen Fußsyndrom besonders wichtig?

Generell gilt: Nehmen Sie Wunden am Fuß ausgesprochen ernst. Das gilt auch, wenn kein diabetisches Fußsyndrom bei Ihnen bekannt ist, denn derartige Beschwerden können der erste Vorbote sein.

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Wenn Sie bei sich wunde Stellen oder entzündliche Veränderungen an den Füßen feststellen, gilt folgende Regel: Desinfizieren, Pflaster drauf und zum Arzt. Und sei es nur sicherheitshalber.

Die Behandlung aller Fußwunden folgt dann drei wesentlichen Prinzipien:

1. Druckentlastung

Druck, selbst auf kleinste Wunden, führt zu einer Verschlimmerung und Ausdehung. Deshalb ist die Druckentlastung bei Fußwunden oberstes Gebot und sollte strikt eingehalten werden. Hierfür gibt es u.a. spezielle entlastende Schuhe, die Ihnen Ihr Arzt verschreiben kann.

2. Sorgfältige Wundbehandlung

Eine sorgsame Wundbehandlung ist sehr wichtig, um Infektionen und ein weiteres Fortschreiten des Prozesses zu verhindern. Teile der Wunde, die den Heilungsverlauf stören können, sind sorgfältig zu entfernen. Sollte bei Ihnen eine Nevenschädigung vorliegen (diabetische Neuropathie), kann es sein, dass Sie die Wunde kaum bemerken und nicht als schmerzhaft empfinden. Lassen Sie sich dadurch aber nicht dazu verleiten, die Behandlung weniger ernst zu nehmen.

3. Infektbekämpfung

Ihr Arzt wird Ihnen ggf. vorbeugend ein Antibiotikum verschreiben.

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