Wie äußert sich eine Hypoglykämie beim Betroffenen?

Es gibt kein eindeutiges Symptom, woran man eine Hypoglykämie erkennt. Bei jedem Einzelnen können die Beschwerden unterschiedlich stark vertreten sein.

Typische Anzeichen sind:

  • Schwächegefühl, Müdigkeit
  • Unruhe und Zittern
  • Hungergefühl
  • kalter Schweiß
  • Konzentrationsstörungen bis hin zur Verwirrtheit
  • ausgeprägtes Herzklopfen
  • Taubheitsgefühl an Mund, Händen oder Beinen
  • Sehstörungen

Wenn die Unterzuckerung schon eine Weile besteht und nichts unternommen wurde, können auch Kreislaufstörungen, Atemnot, Krämpfe und Bewusstlosigkeit bis hin zum Koma auftreten. Eine unbehandelte, ausgeprägte Hypoglykämie ist eine lebensbedrohliche Komplikation.

Ein Problem ist, dass bei bereits lange bestehendem Diabetes die "Empfindlichkeit" gegenüber den oben genannten Warnzeichen herabgesetzt sein kann. In einigen Fällen sind dann Krämpfe oder Bewusstseinsstörungen die Erstsymptome. Um so wichtiger ist deshalb die regelmäßige Blutzuckerkontrolle.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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Kommentare (2)
Hypoglykämie
2 Samstag, den 12. Oktober 2019 um 17:19 Uhr
Konrad Ammerseder
Schwere Beine, ansteigendes Schwindelgefühl, Tunnelblick mit anschließender Bewusstlosigkeit. Beim Erwachen minutenlange Blindheit.
Hypo
1 Mittwoch, den 15. November 2017 um 22:01 Uhr
Helga Hübsch
Der Gefahr, als Alkoholikerin "abgestempelt zu werden, kann frau nur begegnen, wenn sie sich noch artikulieren kann. Mir wurde schon öfter geholfen, wenn Menschen das verstanden haben. Es ist nicht einfach! In Kindergärten und Schulen sind die betroffenen Kinder "Exoten". M. E. sollte hier verstärkt Prävention erfolgen. Die Erwachsenen sehen sich dann oft mit einem Problem konfrontiert, das sie nicht lösen können oder wollen. Meist aus der Befürchtung heraus, etwas falsch zu machen, bzw. gar nicht zu wissen, wie sie reagieren sollen. Das ist tödlich! Aids hatte vor Jahren eine vorher nie gekannte Aufklärung erfahren. So sollte es auch immer und immer wieder mit Diabetes passieren. Nur wer Bescheid weiß, kann auch handeln - so einfach ist das.
Seit Behandlung mit mehreren Chemotherapien und deren Folgen bin ich auch betroffen. Konnte zunächst damit gar nicht umgehen. Habe es in 15 Jahren lernen müssen. die empfohlenen Essgewohnheiten - viel Kohlehydrate - regelmäßig essen usw. haben mein Gewicht fast verdoppelt! Vorher habe ich nur gegessen, wenn ich Hunger hatte. Habe mich sehr wohl gefühlt dabei! Ich war verzweifelt und frustriert. Mein Gewicht ist nicht wieder auf Normalniveau. Wenn mich Ärzte heute als adipös bezeichnen, ticke ich aus und werde auch schon mal unsachlich in meiner Argumentation! Ein Leben, das sich nur noch damit beschäftigt, was und wie viel ich essen oder trinken "darf", ist nicht besonders lebenswert! Wünschte mir, dass ich klare Ansagen erhalte und nicht in Zweifelsfällen rate, wie ich denn nun was berechnen muss, um nicht zu "entgleisen" - Frust ohne Ende!
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