Was sind ballaststoffreiche Lebensmittel?

Ballaststoffe sind generell gesund, aber beim Diabetes kommt hinzu, dass ballaststoffreiche Ernährung sich günstig auf den Blutzuckerspiegel auswirkt. Da es sich um pflanzliche Faserstoffe handelt, die viele unverdauliche Bestandteile enthalten, steigt der Blutzucker nach der Nahrungsaufnahme nicht so stark an wie unter anderen Kohlenhydraten.

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Ballaststoffe quellen auf, erzeugen ein Sättigungsgefühl und vermindern die Zuckeraufnahme über den Darm, um nur einige Vorteile zu nennen.

Viele Ballaststoffe enthalten z.B.:

  • Mehrkornbrot & Leinsamenbrot
  • Vollkornnudeln
  • Naturreis
  • Ganzkorn-Müsli
  • Nüsse
  • Hülsenfrüchte
  • rohe Möhren
  • Kohlgemüse
  • Sellerie
  • Sauerkraut
  • Äpfel
  • Apfelsinen
  • Beerenfrüchte

Nicht nur gut bei Diabetes

Eine ballaststoffreiche Ernährung fördert auf vielfältige Weise die Gesundheit. So wirkt sie Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Arteriosklerose oder Herzinfarkt entgegen, wahrscheinlich indem sie den Cholesterin-Spiegel im Blut senkt. Auch der Blutzuckerspiegel wird positiv beeinflusst, er steigt nach dem Essen weniger schnell an. Indem Ballaststoffe die Darmtätigkeit ankurbeln und die Verdauung anregen, wirken sie Hämorrhoiden, aber auch Darmkrebs und anderen Darmleiden entgegen.

Das sind aber nur Beispiele, man kann Ballaststoffe eigentlich generell empfehlen – ausgenommen akute Magen-Darm-Leiden, bei denen eine Schonkost eingehalten muss. Auch nach einer Operation muss man sich in der Regel ballastsstoffarm ernähren. Ansonsten aber findet man fast keine medizinische Leitlinie, in der nicht eine ballaststoffreiche Ernährung empfohlen wird.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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