Was genau bewirken eigentlich Ballaststoffe?

Ballaststoffe sind Bestandteile pflanzlicher Nahrungsmittel, die nicht verdaut werden. Dazu gehören vor allem Pflanzenfasern und ähnliches, die der Darm nicht aufnimmt, die also "unverdaut" wieder ausgeschieden werden. In tierischer Nahrung findet man so gut wie keine Ballaststoffe.

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Was auf den ersten Blick etwas nutzlos klingt (und auch der Begriff "Ballaststoffe" suggeriert ja eher Überflüssiges), ist für eine gesunde Ernährung – nicht nur im Hinblick auf Diabetes – ausgesprochen wichtig. Ballaststoffe führen zu einer früheren Sättigung (und wirken damit Übergewicht entgegen), binden Gallensäuren, was über Umwege zu einer Senkung des Cholesterinspiegels führt. Auch die Fettaufnahme über den Darm wird durch Ballaststoffe vermindert. Und besonders wichtig bei Diabetes: Ballaststoffe führen zu einem langsameren Blutzuckeranstieg nach dem Essen.

Alles zusammen genommen führen Ballaststoffe damit nicht nur zu einer besseren Verdauung, sondern wirken auch diversen Magen-Darm-Erkrankungen, Stoffwechselstörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und eben Diabetes entgegen.

Damit Ballaststoffe im Darm ausreichend "aufquellen" können, müssen Sie zusätzlich auch viel trinken. Aber auch das empfiehlt sich ja ohnehin.

Autor: Ihr Dr. med. Jörg Zorn

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