Ist die sogenannte Mittelmeer-Diät besonders empfehlenswert für Diabetiker?

Ja. Und das, obwohl sie relativ viel Teigwaren (Pasta, Nudeln) enthält, was viele Menschen mit Diabetes auf den ersten Blick für nachteilig halten.

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Der Hintergrund: Unter Mittelmeer-Diät versteht man eine Ernährung, die den Gepflogenheiten der Mittelmeer-Länder, und hier vor allem Italien entspricht (dass die Menschen dort mittlerweile auch immer mehr zum Fast Food übergehen, klammern wir hier mal elegant aus).

Die italienische Küche hat vor allem drei Vorteile für Menschen mit Diabetes:

  • Kohlenhydrate in Form von Teigwaren (Pasta, Nudeln) führen zu einem langsameren Blutzuckerantieg als z.B. nach Brot oder Reis. Sie haben einen niedrigen Glykämischen Index, wie man es im medizinischen Fachchinesisch ausdrückt. Auf deutsch: Gefährliche Blutzuckerspitzen direkt nach dem Essen treten deutlich seltener auf.
  • Das in der Mittelmeer-Küche verwandte Olivenöl hat einen schützenden Effekt auf die Blutgefäße und wirkt damit einer Arteriosklerose und der Gefahr eines Herzinfarkts entgegen. Olivenöl enthält v.a. mehrfach ungesättigte Fettsäuren (also "gutes" Fett) und außerdem viele der ebenfalls gesundheitsfördernden Antioxidantien.
  • In den Mittelmeer-Ländern wird traditionell mehr Obst und Gemüse als hierzulande gegessen, außerdem wird deutlich weniger tierisches Fett verzehrt.


Autor: Ihr Dr. med. Jörg Zorn, März 2010

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