Bekommt man mit Diabetes häufiger einen Schlaganfall?

Ja, zumindest statistisch. So richtig überraschen tut das auch nicht, denn schließlich entstehen die meisten Schlaganfälle auf dem Boden einer Arteriosklerose (Gefäßverkalkung), und mit Diabetes ist die Gefahr für eine Arteriosklerose höher.

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Bluthochdruck und zu hohes Cholesterin bekämpfen

Allerdings kann man sein Risiko deutlich minimieren. Dabei sind zwei Maßnahmen von Bedeutung, an die man vielleicht gar nicht zuerst denkt: eine gute Blutdruckkontrolle und eine Senkung zu hoher Cholesterinspiegel. Beide, also eine blutdrucksenkende Therapie und Medikamente gegen zu hohes Cholesterin, reduzieren (wenn die Werte denn erhöht sind) das Schlaganfallrisiko relevant. Und zwar im direkten Vergleich deutlich ausgeprägter als eine gute Blutzuckerkontrolle. Die ist bei Diabetes aus vielen anderen Gründen extrem wichtig, offenbar aber für die Schlaganfall-Gefahr nur von nachrangiger Bedeutung.

Was kann man daraus schließen? Es kommt beim Diabetes nicht nur darauf an, den Blutzucker so gut wie irgend möglich zu kontrollieren und im gesunden Bereich zu halten. Man sollte auch einen möglicherweise parallel bestehenden Bluthochdruck oder zu hohen Cholesterinwert unbedingt ernst nehmen und behandeln.

Autor: Ihr Dr. med. Jörg Zorn

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