Periphere Neuropathie: Bewegung besser als Schonen

Ärzte nennen es periphere Neuropathie und meinen damit, dass die Füße taub sind oder es darin sticht und kribbelt. Diese Symptome sind eine recht häufige Spätfolge von Diabetes. Um den dauerhaft erhöhten Blutzuckerspiegel zu senken, der die Nerven im Fuß schädigt, hilft Bewegung. Doch anstatt sich mehr zu bewegen, sorgen die Schmerzen dafür, dass sich Diabetiker mit peripherer Neuropathie eher noch weniger bewegen.

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Das zumindest hat eine Studie der Universität Münster ergeben. 73 Personen, von denen etwa die Hälfte an einer peripheren diabetischen Neuropathie litten, erhielten einen Schrittzähler. Dabei stellte sich heraus, dass die Betroffenen fast zwei Drittel des Tages völlig inaktiv und den Rest nur leicht aktiv waren. Studienleiter Prof. Klaus Völker moniert, dass Patienten mit peripherer Neuropathie zu viel sitzen. Dabei gehe es gar nicht darum, sportliche Höchstleistungen zu vollbringen, sondern alltägliche Bewegungsmöglichkeiten zu nutzen.

Was er darunter versteht: Öfter spazierengehen, Aufzug nicht nutzen, Schwimmen oder ein moderates Krafttraining. Statt der gemessenen 5.000 sollten Betroffene 7.500 bis 10.000 Schritte tun.

Autor: Christian Sachse, 24.02.2012
Quelle: Institut für Sportmedizin der Universität Münster

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