Neue Behandlungsleitlinien für Typ-1-Diabetes

Leitlinien sollen Ärzten helfen, Patienten auf Basis gesicherter Erfahrungen zu behandeln. Die jetzt von der Deutschen Diabetes Gesellschaft vorgelegte aktuelle S3-Leitlinie definiert Therapieziele, Behandlungsstrategien und Kontrollmaßnahmen. Vor allem sagt sie, dass der Erfolg einer Diabetes-Therapie entscheidend davon abhängt, wie der Betroffene in die Behandlung eingebunden wird.

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Eine Kernbotschaft der Leitlinie: Wenn die Krankheit konsequent behandelt wird, dann kann man mit Typ-1-Diabetes einen weitgehend normalen und aktiven Alltag problemlos bewältigen. Zu einer guten Behandlung gehören aber nicht nur Insulintherapie und die adäquate Schulung zum Umgang mit den Spritzen. Die Leitlinie betont auch die Bedeutung der Ernährung und der Bewegung. So wird von speziellen Diabetikerprodukten oder –nahrungsmitteln abgeraten und stattdessen eine ausgewogene gesunde Kost empfohlen.

Selbst ist der Arzt

Wichtig ist den Autoren der Leitlinie, dass die behandelnden Ärzte ihre Patienten über Therapierisiken ausführlich informieren. Das betrifft vor allem die nicht zu unterschätzenden Gefahren eines Unterzuckers, der beispielsweise nach Alkoholkonsum auftreten kann. Auch dem Verhalten in besonderen Lebenslagen, beispielsweise bei Operationen und auf Reisen, widmet sich das Papier.

Entscheidend für den Erfolg einer Diabetestherapie ist demnach, dass man mit Diabetes nicht einfach nur die Anordnungen der Ärzte entgegennimmt, sondern in die Behandlungsentscheidungen eingebunden ist und sich dazu auch alle notwendigen Informationen geben lässt.


WANC 26.10.2011
Quelle: Diabetologie und Stoffwechsel 2011; 6: R41–R52.

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