Diabetes: bessere Prognose mit Vitamin B1?

Die Folgeschäden durch eine Diabetes-Erkrankung können möglicherweise eingedämmt werden, wenn man ausreichend Vitamin B1 (Thiamin) zu sich nimmt. Zu diesem Ergebnis kommen zumindest britische Forscher.

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Die Gruppe um Paul Thornalley an der Universität Warwick hat in Untersuchungen festgestellt, dass der Vitamin-B1-Spiegel bei Menschen mit Diabetes um durchschnittlich 75% niedriger liegt als bei Personen ohne Diabetes. Offenbar wird das Vitamin wegen des gestörten Zuckerstoffwechsels verstärkt über die Nieren ausgeschieden. Zugleich machen die britischen Wissenschaftler den resultierenden Vitaminmangel für Folgeschäden an Blutgefäßen und den Nieren verantwortlich. Ihre Annahme wird gestützt durch Versuche, in denen eine gezielte Zufuhr an Vitamin B1 zumindest die Nierenschäden aufhalten konnte.

Das alles ist noch nicht endgültig wissenschaftlich gesichert, aber es ist ein Indiz. Wer vorsorglich einem Vitamin-B1-Mangel vorbeugen möchte, sollte in seinen Speiseplan Sonnenblumenkerne, Weizenkeime, Sojabohnen und Vollkorngetreide einbauen. Auch Schweinefleisch enthält viel Vitamin B1, aber das ist aus vielen anderen Gründen kein ideales Nahrungsmittel.

Autoren: WANC/Ihr Dr. med. Jörg Zorn, 05.10.07

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