Kaffee senkt Diabetes-Risiko – vor allem koffeinfreier

Kaffee – vor allem koffeinfreier – scheint das Risiko für Diabetes zu verringern. Sechs Tassen koffeinfreier Kaffee pro Tag reduzierten die Krankheitshäufigkeit in einer aktuellen Studie um bis zu 33%. Warum das so ist, können die Wissenschaftler bisher aber nicht sagen.

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Rund 28.000 Frauen in und nach den Wechseljahren waren 10 Jahre lang beobachtet worden. Zu Beginn der Studie hatte keine von ihnen eine Zuckerkrankheit. Nach zehn Jahren wurden dann die aufgetretenen Diabetes-Erkrankungen mit verschiedenen Einflussgrößen abgeglichen.

Am Koffein scheint es nicht zu liegen

In der Analyse zeigte sich, dass ein durchschnittlicher Kaffeekonsum von sechs Tassen täglich das Diabetes-Risiko um 22% reduzierte. Der erste Gedanke, dies müsse am Koffein liegen, erwies sich überraschenderweise als falsch. Denn koffeinfreier Kaffee erhöhte den Schutzeffekt auf eine 33%ige Risikoreduktion.

Aber woran liegt es dann? Die Wissenschaftler vermuten, dass im Kaffee enthaltene Stoffe wie Magnesium oder Fytinsäure den Zuckerstoffwechsel günstig beeinflussen könnten. Möglicherweise erhöhen die Kaffee-Substanzen die Empfindlichkeit der Körperzellen für Insulin. Das würde erklären, warum  ein Diabetes entweder gar nicht oder erst später auftritt.

Autoren: WANC/Ihr Dr. med. Jörg Zorn, 03.07.06