Insulinresistenz: Auch Normalgewichtige können darunter leiden

Eine Insulinresistenz ist gekennzeichnet durch eine schlechtere Verarbeitung von aufgenommenem Zucker. Sie gilt als eine Art Vorstufe des Typ-2-Diabetes. Und wie jetzt eine Studie mit 289 gesunden Frauen ergeben hat, ist die Insulinresistenz häufiger als bisher angenommen. Und das sogar bei Normalgewicht. Zuvor hatte man immer angenommen, dass diese Vorstufe praktisch nur bei Übergewicht auftreten kann.

Unsere 10 wichtigsten Tipps bei Typ-2-Diabetes

weiterlesen...

Von den untersuchten Frauen hatten immerhin 22,5% eine Insulinresistenz. Wie insbesondere die schlanken unter ihnen dazu kamen, ist noch Anlass für Spekulationen. Ursachen könnten nach Ansicht von Diabetes-Experten eine genetische Veranlagung, Einflüsse in der Embryonalzeit oder hormonelle Faktoren sein. Also alles Dinge, die kaum zu beeinflussen sind.

Diabetes-Vorstufe ernst nehmen

Allerdings muss eine Insulinresistenz ernst genommen werden. Nicht nur, weil aus ihr ein Diabetes werden kann, sondern auch, weil sie schon für sich genommen Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall begünstigen kann. Es ist deshalb wichtig, diese Vorstufe eines Typ-2-Diabetes frühzeitig zu entdecken, betonten Vertreter der Deutschen Diabetes-Gesellschaft.

Ob Sie eine Insulinresistenz haben, kann nur der Arzt feststellen. Aber so schwierig ist das nicht. Und die gute Nachricht: Durch gesunde Ernährung und viel Bewegung kann sie auch wieder verschwinden.


Autoren: WANC/Ihr Dr. med. Jörg Zorn 08.02.11
Quelle: Diabetologie 2010; 5: 372-378, DOI 10.1055/s-0030-1262712

Anzeigen