Depression: Symptome und Beschwerden

Woran erkennt man, dass man eine Depression hat? Warum geht eine Depression so oft mit Angstzuständen einher? Leiden depressive Männer anders? Wie kann man zwischen Traurigkeit und Depression unterscheiden? Was sind typische Symptome? Mehr dazu in diesem Kapitel.

Warum geht eine Depression so oft mit Angstzuständen einher?

Weil das eine oft aus dem anderen folgt. Eine länger bestehende depressive Stimmungslage führt bei vielen Betroffenen dazu, dass sich Ängste aufbauen. Ängste vor beruflichen oder privaten Belastungen, Ängste vor bestimmten Situationen oder Ängste vor Menschen. Dem zugrunde liegt fast immer eine Angst vor dem Scheitern, also Versagensängste.

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Was sind typische Anzeichen für eine Depression?

Depression - Frau

Das Erscheinungsbild von Depressionen ist vielfältig. Insgesamt sind die Stimmungstiefs von einer starken Unlust und Antriebslosigkeit geprägt. Kaum etwas erscheint es wert, getan oder angepackt zu werden.

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Was sind die Symptome einer "depressiven Episode"?

Nach dem internationalen Diagnoseschema ICD-10 wird eine depressive Episode anhand des Vorhandenseins ganz bestimmter Symptome festgestellt.

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Kann man eine Depression äußerlich erkennen?

Depression erkennenNein, nur selten ist ein depressiver Zustand von außen erkennbar, zum Beispiel an einer gebückten Haltung, der Bewegung oder dem Aussehen.

Und auch diese Anzeichen sind eher unspezifisch und lassen allerhöchstens den Rückschluss zu, dass mit der Person „etwas nicht stimmt“.

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Wie kann man zwischen Traurigkeit und Depression unterscheiden?

Im Gegensatz zur Krankheit Depression ist Traurigkeit ein Gefühl und die Trauer eine normale Reaktion auf einen schweren Verlust oder Schicksalsschlag. Die Beschwerdebilder können sich allerdings durchaus ähneln und vor allem im höheren Lebensalter kann der Übergang fließend verlaufen.

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Gehören Schwermut und Tränen immer zum Bild einer Depression?

Depression - Mädchen

Nein, Depressionen müssen nicht unbedingt mit erkennbarer Schwermut und erst recht nicht mit Tränen einhergehen. Weinen ist oft erst möglich, wenn man sich – bereits im Zustand der Besserung begriffen – über diesen Weg Erleichterung verschaffen und den eigenen „Gemütspanzer“ sprengen kann.

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Bei welcher Erkrankung sind Zorn, Schuldzuweisung, Feindseligkeit und Alkoholmissbrauch typische Anzeichen?

Die Depression kann viele Gesichter haben und sie kann ihr Gesicht vor allem auch verbergen. Eine solche „maskierte Depression“ gehört zu den geschlechtsspezifischen Besonderheiten bei Männern, deren depressives Krankheitsbild von Wutausbrüchen, Schuldzuweisungen, Feindseligkeit und Alkoholmissbrauch geprägt sein kann.

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Leiden depressive Männer anders?

Depressionen - MännerJa und nein. Zwar treten die Grundbeschwerden der Depression, wie niedergeschlagene Stimmung, Antriebslosigkeit, negative Gedankengänge und Schlafstörungen bei beiden Geschlechtern gleich häufig auf.

Dennoch sind sie bei Männern oft schwerer erkennbar, weil sie im Gegensatz zu Frauen eher körperliche Beschwerden in den Vordergrund stellen und Symptome wie Traurigkeit und Selbstzweifel bewusst verschweigen („maskierte Depression“).

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Was ist eine larvierte Depression?

Depression - MaskeUnter einer larvierten oder somatisierten Depression versteht man ein depressives Zustandsbild, das sich hinter der Maske (lateinisch: larva) körperlicher Beschwerden verbirgt.

Es handelt sich also um kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern um eine „Diagnose“, die eigentlich nur im Rückblick gestellt werden kann.

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Was ist eine somatisierte Depression?

Unter einer somatisierten oder larvierten Depression versteht man ein depressives Zustandsbild, das sich hinter körperlichen Beschwerden verbirgt. Die Betroffenen klagen zum Beispiel über diffuse Schmerzen und Unwohlsein oder fühlen sich einfach krank.

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Was hat Alkohol mit Depressionen zu tun?

Vor allem Männer mit einer Depression können ihre Erkrankung häufig sich selbst und anderen gegenüber nicht eingestehen. Stattdessen neigen sie unbewusst dazu, ihr Leiden mit Alkohol selbst zu „behandeln“.

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Wann spricht man von einer Winterdepression?

Es gibt Menschen, bei denen die depressiven Verstimmungen regelmäßig im Herbst und Winter auftreten und im Frühjahr wieder verschwinden. Dieses Erscheinungsbild wird Winterdepression genannt.

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Gibt es das „Sissi-Syndrom“ wirklich?

Das „Sissi-“oder „Sisi-Syndrom“ ist nach der österreichischen Kaiserin Elisabeth benannt, die durch rastlose (Über-) Aktivität ihre Depression zu "behandeln" bzw. zu überspielen suchte. Das Beschwerdebild des "Sisi-Syndroms" wird durch Unrast, Sprunghaftigkeit, körperliche Hyperaktivität, rasche Stimmungsschwankungen, Fasten, übertriebenen Körperkult, Selbstwertprobleme und zahlreiche Selbstbehandlungsversuche charakterisiert.

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