Was ist bei einer Einweisung in die Psychiatrische Klinik zu befürchten?

Nichts. Nehmen Sie das Angebot für eine behütete Auszeit von der im Alltag erlebten Überforderung ruhig an und gönnen Sie sich die Annahme fremder (therapeutischer) Hilfe.

Frau - Depressionen

Bei vielen Gesunden läuten die Alarmglocken, wenn von einer Einweisung in die Psychiatrie die Rede ist. Horrorszenarien spielen sich vor dem geistigen Auge ab, die „Klapse“ gilt auch nach Jahren und Jahrzehnten der Antistigma-Aufklärung noch für viele als das gesellschaftliche „Aus“.

Nicht so wie in "Einer flog über das Kuckucksnest"

Zu Unrecht. Die stationäre Aufnahme bietet Menschen mit schwerer Depression – und für die ist sie in erster Linie auch gedacht – einen behüteten Rückzugsort, um zur Ruhe und Besinnung zu kommen und adäquat medizinisch behandelt werden zu können. Moderne psychiatrische Kliniken und Behandlungskonzepte haben mit dem im legendären Filmklassiker „Einer flog über das Kuckucksnest“ gezeichneten Anstaltsirrsinn nichts (mehr) gemein.

Es gelten die gleichen Grundsätze wie auch bei Klinikaufenthalten aufgrund körperlicher (somatischer) Erkrankungen: Als Patient sollte man, so gut es geht, am eigenen Heilungsprozess mitwirken, den Aufbau einer vertrauensvollen therapeutischen Beziehung ermöglichen und gleichzeitig nicht auf das Mitdenken – und berechtigte Ansprüche – in eigener Sache verzichten …

Autor: Dr. Hubertus Glaser

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Kommentare (3)
Major Depression
3 Mittwoch, den 13. Juli 2016 um 14:45 Uhr
Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll! Ich heiße Heike, 48 Jahre, seit 3 Jahren EU-Rentnerin, 2× geschieden, 2 erwachsene Kinder. Ich lebe seit kurzem in einer neuen Beziehung. Ca. 1991 begann ES. Ich musste weinen, war mut- und kraftlos, unendlich traurig, enttäuscht von mir selbst, hatte Herzrasen und und und. Zu der Zeit versuchte ich ALLES, aber vergebens.
Ca. 1995 wurde es so schlimm, das ich weinend bei meiner sehr lieben Hausärztin fast zusammen klappte. Ich konnte einfach nicht aufhören zu weinen (inklusive mehrere Selbstmordgedanken), hatte bis dato bereits eine Psychotherapeuthin und 10 Sitzungen. Als SIE nicht weiterkam
Krankenhausaufenthalt in einer Psychiatrie
2 Freitag, den 03. Juni 2016 um 10:44 Uhr
Immer wieder, mir ging es nach einer Trennung so schlecht, dass ich nicht mehr aufstehen wollte. Mein Sohn war damals noch klein, 10 Jahre alt. Er war damals bei meinen Eltern, denn ich war 6 Wochen in der Klinik. Man hat mir sehr geholfen. Alleine wäre ich da nicht raus gekommen. Natürlich habe ich 3 Jahre Medikamente nehmen müssen, aber das war es mir wert. Man muss sich nicht schämen, wenn man psychisch krank ist.
Übergriffe in der Psychiatrie
1 Montag, den 20. Juli 2015 um 22:30 Uhr
http://www.klinikbewertungen.de/klinik-forum/erfahrung-mit-heckscher-klinik-muenchen
Und dazu die zweite Bewertung von "Katharina13Jahre berichtet als Patient" !!!!! Wer die Klinikbewertungen durchliest, kommt ständig auf derartige Berichte!!!!!! WAS IST DA LOS??????? Leben wir noch in den 50ern????? Eine Stellungnahme eines Psychiaters/einer Psychiaterin wäre hier sinnvoll. Oder gilt hier auch, dass eine Krähe der Anderen kein Auge aushackt???????
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