Stimmt es, dass es beim Absetzen von Escitalopram (Cipralex) zu Problemen kommen kann?

Ja. Durch die Umstellung des Serotonin-Stoffwechsels kann es zu Symptomen wie Schwindel, Übelkeit und Angstzuständen kommen. Allerdings halten diese Absetzbeschwerden, wenn sie denn auftreten, meist nicht länger als zwei Wochen an.

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Das Problem tritt deutlich häufiger und auch ausgeprägter auf, wenn das Medikament schlagartig abgesetzt wird. Deswegen wird generell empfohlen, die Behandlung mit Escitalopram (Cipralex®) durch eine schrittweise Reduktion der Dosis zu beenden. So können sich der Körper und vor allem das Nervensystem besser darauf einstellen.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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Kommentare (5)
Escitalopram
5 Sonntag, den 18. Dezember 2016 um 08:37 Uhr
Nach einem schweren Kampf über viele Jahre und einer Einnahme von über 5 Jahren Xanax bin ich sehr dankbar, dass ich an meinen jetzigen Arzt gekommen bin.
Nach einem unfassbaren Entzug von Xanax, bin ich seit 1,5 Jahren auf Escitalopram, was ich aber schrittweise reduziert habe. Nun bin ich seit 8 Tagen ohne Tabletten und habe - wie auch immer vom Arzt gesagt - natürlich auch jetzt Entzugserscheinungen. Der jetzige Entzug ist zwar auch schwer (extrem schlechte Laune, jedes Wort meiner Freundin - der ich sehr dankbar bin, denn sie steht mir immer bei - führt zu heftigen Reizantworten meinerseits).
Am schlimmsten empfinde ich die Aussetzer im Kopf bei Bewegungen: Wie Blitze! Ich nenne sie auch gerne Zündaussetzer, wie beim Auto. Schwindel, Zittern, Schweißausbrüche. Panikattacken bekomme ich zum Glück nicht. Das macht es dann irgendwie erträglich.
Ein Entzug ohne Nebenwirkungen ist nicht möglich und auch ich hoffe, dass es schnell vorbei geht. Mir hilft sehr, dass ich wieder mit Sport angefangen habe. Ich zwinge mich, etwas zu unternehmen. Und so schwer das alles ist, hilft es enorm.
Ich glaube, ich könnte ein Buch schreiben über meine letzten 8 Jahre von verschwendetem Leben durch Panik, Angst etc.
Schaut nach vorne, seid stärker und seid euren Engsten gegenüber offen für das Thema. Es hilft, wenn die Freunde einen zwar nicht verstehen können, aber trotz allem unterstützen.
Ärzte, die euch sagen, es wäre einfach? Wechselt den Arzt.
Absetzsymptome Escitalopram
4 Mittwoch, den 23. November 2016 um 18:28 Uhr
Ich habe aufgrund ständiger Migräne Escitalopram nach Anweisung meines Arztes ausschleichen lassen. Mal davon abgesehen, dass es mir psychisch wieder schlechter geht, habe ich Probleme mit meiner Wahrnehmung, mir ist so schwindelig, dass ich kein Auto fahren kann, bin nur noch müde, kann mich auf der Arbeit kaum konzentrieren... Ich hoffe, dass diese Symptome wirklich nur maximal 2 Wochen anhalten.
Schön wärs
3 Dienstag, den 01. November 2016 um 17:39 Uhr
Nehme seit Anfang 2012 Cipralex. Bis vor kurzem 20mg. Laut Ärztin hätte ich davon "eigentlich" nicht groß zunehmen sollen...naja, es sind 34kg mehr! Reduziere nun seit August - 1 Monat 15mg, 1 Monat 10mg, 2 Monate 5mg, nun gerade 2,5mg. Auch hier sollte es lt. Psychiaterin zu keinen gravierenden Absetzerscheinungen kommen. Weit gefehlt: Kopfschmerzen, Schwindel, Magenschmerzen, extremes Träumen, Gereiztheit, Ohrenrauschen, Zittern. usw. Ich bin so angespannt, dass ich z.B. in den Beinen Muskelkater habe. Obwohl ich vor Müdigkeit kaum die Augen offenhalten kann, bin ich innerlich sehr unruhig. Arge Konzentrationsstörungen und Vergesslichkeit gerade bei der Arbeit. Wenn ich also von einem Arzt höre "es sollte eigentlich ...", denke ich, derjenige hat keine AD genommen bzw. abgesetzt.
Falsch..
2 Sonntag, den 18. September 2016 um 10:52 Uhr
Es wäre schön, wenn es so wäre, wie der Arzt hier beschreibt. Selbst monatelanges Runterdosieren, tropfenweise, führt bei sehr vielen Menschen zu extremen Entzugserscheinungen. Die Liste der körperlichen Symptome ist lang und nur schwer zu ertragen. Ich empfehle dazu http://adfd.org auch als Nachhilfe für uninformierte Ärzte.
Absetzsymptome
1 Dienstag, den 13. September 2016 um 10:17 Uhr
Ich habe erst ein halbes Jahr 10 dann 5 mg Escitalopram genommen. Dann wurde es nach insgesamt einem Jahr abgesetzt. Laut Arzt könne man nicht noch weiter runter dosieren.
Nach ca. Zwei Tagen fingen die Symptome an. Dazu zählten: Schwindel, Müdigkeit, Kraftlosigkeit, leichte Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche.
Brain zaps (ständiges blitzen im Kopf bei Bewegung oder auch ohne), Lustlosigkeit bis hin zu Depression, leichte Ängste, lebhafte Träume

Nach nun zwei Wochen sind die Symptome so ziemlich zurück gegangen.. Aber dies hat man mir so nicht gesagt.. Bei der geringen Dosis würde ich nix merken....