Soziotherapie bei Depression

Worin besteht der Unterschied zwischen einer Psycho- und Soziotherapie? Wann und von wem wird eine Soziotherapie verordnet? Welche Krankheitsbilder müssen gegeben sein, um eine Soziotherapie in Anspruch nehmen zu können? Diese und darüber hinaus gehende Fragen beantwortet dieses Kapitel.

Was ist eine Soziotherapie?

Die Soziotherapie soll Menschen mit einer schweren psychischen Erkrankung die Inanspruchnahme ärztlicher und ärztlich verordneter Leistungen ermöglichen. Sie versucht, durch Motivierungsarbeit und strukturierte Trainingsmaßnahmen psychosoziale Defizite abzubauen und stützend, klärend oder umorientierend auf psychosoziale Belastungen einzugehen.

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Wer führt eine Soziotherapie durch?

Eine Soziotherapie wird von Sozialarbeitern bzw. Sozialpädagogen oder von Fachkrankenschwestern bzw. Fachpflegern für Psychiatrie durchgeführt.

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Wann besteht ein Anspruch auf Soziotherapie?

Abgesehen von schizophrenen Erkrankungsformen besteht Anspruch auf Soziotherapie bei einer schweren depressiven Episode, auch im Rahmen einer bipolaren affektiven oder einer rezidivierenden depressiven Störung. Für die Kostenübernahme dieser Leistung muss sie fachärztlich verordnet und durch die zuständige Krankenkasse anerkannt sein.

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Für wie lange kann Soziotherapie maximal verordnet werden?

Die Dauer und die Frequenz der soziotherapeutischen Betreuung sind abhängig von den medizinischen Erfordernissen im individuellen Fall. Es können insgesamt bis zu 120 Stunden innerhalb eines Zeitraumes von höchstens drei Jahren zulasten der Gesetzlichen Krankenversicherung erbracht werden.

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