Wie wirkt Venlaxafin gegen Depressionen?

Venlaxafin ist ein moderneres Antidepressivum, das sowohl die Stimmung aufhellt als auch die Antriebskraft steigert. Wenn es denn wirkt, das ist nämlich bei Medikamenten gegen Depressionen keine Selbstverständlichkeit.

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Einfluss auf Botenstoffe im Gehirn

Der Wirkmechanismus: Venlaxafin ist ein sogenannter selektiver Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer. Nach der Ausschüttung der beiden Botenstoffe wird deren Rücktransport in die Zellen behindert. Dadurch erhöht Venlaxafin die Verfügbarkeit von Serotonin und Noradrenalin. Serotonin gilt im weitesten Sinne als "Gute-Laune-Hormon", Noradrenalin ist vor allem ein Aktivitäts-Stimulator.

Venlaxafin wird zur Behandlung depressiver Episoden verschrieben, kann aber auch bei Angstzuständen angewendet werden. Mitunter wird es auch zur Vorbeugung neuer depressiver Phasen verordnet.

Wichtig ist die regelmäßige Einnahme nach Anordnung des Arztes, weil sonst die Wirkung beeinträchtigt werden kann. Außerdem sollte man das Medikament auf keinen Fall abrupt absetzen, sondern die Dosierung schrittweise reduzieren, sonst kann es zu ausgeprägten psychischen Begleiteffekten kommen. Während der Behandlung sind Kopfschmerzen und Magen-Darm-Beschwerden (Übelkeit, Verstopfung u.a.) die häufigsten Nebenwirkungen.

Venlaxafin ist u.a. unter folgenden Präparate-Namen im Handel:

  • Lindalex®
  • Trevilor®
  • Venla®

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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