Wer übernimmt die Kosten für eine Psychotherapie?

Bei allen gesetzlichen und auch den meisten privaten Krankenkassen und Beihilfestellen handelt es sich bei der Psychotherapie um eine antragspflichtige Leistung, die von dafür zugelassenen Vertragsärzten oder -psychotherapeuten erbracht wird. Erstattungsfähig sind in der Regel nur Richtlinienverfahren (Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, Psychoanalyse, Verhaltenstherapie).

Unsere 10 wichtigsten Tipps gegen Depressionen

weiterlesen...

In der Regel wird der Antrag an die Krankenkasse zur Kostenübernahme nach drei oder vier (maximal fünf) probatorischen Sitzungen („Vorgesprächen“) gestellt. Die bewilligungsfähige Stundenzahl beträgt höchstens 100 Einzelbehandlungen (in der Psychoanalyse eventuell auch mehr), die sich jedoch in verschiedene Behandlungsabschnitte aufteilen und immer wieder neu beantragt werden müssen. Die Formulierung des Antrags erfolgt durch den Therapeuten, den der Patient dafür gegenüber der Krankenkasse von seiner Schweigepflicht entbinden muss.

Als gesetzlich Versicherter benötigen Sie also beim Gang zum Psychotherapeuten Ihre Krankenkassenkarte und eine Überweisung (in der Regel vom Hausarzt). Als Privatversicherter sollten Sie vorher bei ihrer Krankenkasse nachfragen, unter welchen Bedingungen die psychotherapeutische Behandlung erstattet und ob eventuell eine Zuzahlung erforderlich wird.

Als Beihilfeversicherter empfiehlt es sich, rechtzeitig ein entsprechendes Antragsformular anzufordern und die Kostenübernahme spätestens vor Ablauf des fünften Vorgesprächs zu beantragen. Rückwirkende Anträge werden nicht anerkannt.

Alle Fragen und Antworten dazu finden Sie hier:
Psychotherapie: Ablauf, Therapeuten, Kosten

Haben Sie eigene Erfahrungen oder eine andere Meinung? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar (bitte Regeln beachten).