Depression: Psyche und Beruf

Können eine hohe Arbeitsbelastung, ständige Überstunden, Mobbing oder Angst vor Arbeitslosigkeit zu Depressionen führen? Wie lange wird man mit einer Depression in der Regel krank geschrieben? Mehr zu solchen Fragen rund um den Beruf in diesem Kapitel.

Wie häufig sind psychische Belastungen am Arbeitsplatz?

Wenn es nicht um akute Beschwerden („Ich habe Rücken“) geht, sondern allgemein um Belastungen durch die Erwerbstätigkeit, spielt die Psyche im modernen Arbeitsalltag eine größere Rolle als der Körper. In einer Erhebung des Jahres 2007 gab jeder achte Erwerbstätige (12,3%) an, bei der Arbeit psychischen Belastungen ausgesetzt zu sein, die sich negativ auf das Wohlbefinden und damit auf die Arbeitsfähigkeit auswirken.

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Welche Faktoren am Arbeitsplatz führen zu psychischen Fehlbelastungen?

Nach Einschätzung von Arbeitsschutzexperten handelt es sich bei den bedeutendsten arbeitsplatzbezogenen Faktoren für psychische Fehlbelastungen um:

  • Arbeitsinhalt: geringer Handlungsspielraum
  • Arbeitsorganisation: Zeitdruck
  • soziale Beziehungen: schlechtes Führungsverhalten
  • Arbeitsumgebung: Lärm, Klima etc.
  • Rahmenbedingungen: Arbeitsplatzunsicherheit.

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Was bedeutet Karoshi?

Arbeiten bis zum Umfallen – manchmal wird diese häufig gebrauchte Redewendung tödlicher Ernst. In Japan gibt es dafür den Begriff „Karoshi“. Allerdings kommt der Tod durch Überarbeitung keineswegs nur in diesem asiatischen Land vor, dessen rasanter wirtschaftlicher Aufstieg nach dem Zweiten Weltkrieg als ein ursächlicher Faktor gilt.

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