Depression: MAO-Hemmer

Sind Monoaminooxidase (MAO)-Hemmer verschreibungspflichtig? Können MAO-Hemmer auch abhängig machen? Gibt es gefährliche Wechselwirkungen bei gleichzeitiger Zuführung anderer Substanzen? Und, wenn  ja, mit welchen? Darum geht es in dieser Rubrik.

Was hat das Enzym MAO mit Depressionen zu tun?

Die Abkürzung MAO steht für Monoaminoxidase. Dieses Enzym ist dafür verantwortlich, die Botenstoffe Noradrenalin und Serotonin abzubauen.

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Wie wirken MAO-Hemmer?

MAO-Hemmer sind Medikamente gegen Depressionen. Sie wirken antriebssteigernd, stimmungsaufhellend und angstdämpfend. Das gelingt diesen Wirkstoffen, indem sie das Enzym Monoaminoxidase (MAO) daran hindern, Amine abzubauen, zu denen auch die Botenstoffe Dopamin, Adrenalin, Noradrenalin und Serotonin zählen.

 

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Wie wirkt Moclobemid?

Moclobemid wirkt antriebsteigernd und stimmungsaufhellend. Es wird mit Erfolg bei ausgeprägter Unsicherheit im Umgang mit Menschen (soziale Phobie) und bei schweren Depressionen eingesetzt, auch wenn andere Medikamente keine Besserung gebracht haben.

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Welche Nebenwirkungen können unter Moclobemid auftreten?

Mögliche Nebenwirkungen unter dem Antidepressivum Moclobemid sind Kopfschmerzen, Unruhezustände mit Schlafstörungen, Mundtrockenheit, Übelkeit und Schwindelgefühle.

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Wie wirkt Tranylcypromin?

Tranylcypromin wirkt antriebssteigernd und stimmungsaufhellend. Es wird insbesondere bei schweren Fällen von gehemmter Depression eingesetzt, wenn andere Medikamente keine Besserung bewirken. Der antriebssteigernde Effekt tritt meist relativ rasch ein. Die Stimmungsverbesserung wird hingegen erst nach etwa zwei Wochen erreicht.

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Welche speziellen Ernährungshinweise sind bei der Anwendung von Tranylcypromin zu beachten?

Bei Einnahme des nichtselektiven MAO-Hemmers Tranylcypromin (Jatrosom®) muss ab einem Tag vor, während und bis 14 Tage nach der Behandlung eine spezielle Diät eingehalten werden, die tyraminreiche Nahrungsmittel meidet. Dazu zählen beispielsweise verschiedene Käsesorten, Fleischextrakte und die meisten Rotweine.

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Wie wirkt Jatrosom®?

Jatrosom® ist ein Antidepressivum und enthält den Wirkstoff Tranylcypromin. Tranylcypromin wiederum ist ein sogenannter MAO-Hemmer.

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Welche Nebenwirkungen können unter Jatrosom® auftreten?

Mögliche Nebenwirkungen unter dem Antidepressivum Jatrosom® (Wirkstoff: Tranylcypromin) sind vor allem Erregungszustände und Blutdruckschwankungen. Die Erregungszustände können sich in Ängsten und Schlafstörungen äußern.

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Warum darf man keinen alten, reifen Käse essen, wenn man Tranylcypromin (Jatrosom®) einnimmt?

Der nichtselektive MAO-Hemmer Tranylcypromin (Jatrosom®) verbessert nicht nur die Stimmung, sondern verhindert als Nebeneffekt auch den Abbau der Aminosäure Tyramin. Diese Aminosäure wiederum wirkt in größerer Menge blutdrucksteigernd.

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Warum darf man keinen Rotwein trinken, wenn man Tranylcypromin (Jatrosom®) einnimmt?

Der nichtselektive MAO-Hemmer Tranylcypromin (Jatrosom®) verbessert nicht nur die Stimmung, sondern verhindert als Nebeneffekt auch den Abbau der Aminosäure Tyramin. Diese Aminosäure wiederum wirkt in größerer Menge blutdrucksteigernd.

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Stimmt es, dass man keinen Alkohol trinken darf, wenn man Tranylcypromin (Jatrosom®) einnimmt?

Ja. Zumindest wird davor ausdrücklich gewarnt. Der Grund: Das Antidepressivum kann die Wirkung von Alkohol in unvorhersehbarer Weise verändern und verstärken.

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Wann darf man Tranylcypromin (Jatrosom®) gegen Depressionen nicht einnehmen?

In folgenden Fällen wird von einer Behandlung mit dem Antidepressivum und MAO-Hemmer Tranylcypromin (Jatrosom®) dringend abgeraten:

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