Depression: Häufigkeit & Risiko

Nehmen Depressionen an Häufigkeit zu? Wie viele Menschen leiden darunter? Darum geht es in diesem Kapitel.

Wie häufig sind Depressionen?

Auch wenn man den in der Gesundheitsbranche vielfach publizierten „Horrorzahlen“ zu verschiedenen Erkrankungen nicht immer Glauben schenken möchte, steht fest: Depressionen sind sehr häufig und viel häufiger als es die scheinbar „normale“ Alltagsrealität zunächst vermuten lässt. Nahezu jedem sind aber aus dem privaten oder beruflichen Umfeld Menschen mit Depressionsproblemen bekannt.

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Leiden Frauen häufiger an Depression als Männer?

„Depressionen sind doch Frauensache“ ist ein immer noch häufiges Vorurteil unter Männern, trotz prominenter Gegenbeispiele wie dem Politiker Willy Brandt, den Fußballern Sebastian Deisler und Robert Enke sowie dem Sänger Robbie Williams.

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In welchem Alter ist das Risiko, an einer Depression zu erkranken, besonders hoch?

Entgegen landläufiger Annahme stellt ein höheres Lebensalter weder einen besonderen Risikofaktor noch einen Schutz gegen erstmalige depressive Erkrankungen dar. Und auch im Kindes- und Jugendalter sind depressive Störungen keineswegs selten. Im Gegenteil: Bei Jugendlichen gilt die Selbsttötung (Suizid) inzwischen als die zweithäufigste Todesursache.

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Wie viele über 65jährige leiden an Depressionen?

Etwa 13% der älteren Menschen leiden an einer krankheitswertigen depressiven Störung. Wenn man die unterschiedlichen Ausprägungsformen der Depression berücksichtigt, ergibt sich eine Häufigkeit von 10 bis 25% bei den über 65-jährigen.

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Was sind die häufigsten psychischen Störungen bei 18- bis 65-Jährigen in der EU?

Fast jeder zweite EU-Bürger erkrankt während seines Lebens an einer psychischen Störung. In der Altersgruppe der 18- bis 65-jährigen Europäer sind es nach vorsichtigen Schätzungen 27% pro Jahr und damit etwa 93 Millionen Menschen. Am häufigsten handelt es sich um Depressionen und Angststörungen.

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Hat die Häufigkeit psychischer Störungen tatsächlich zugenommen?

Überall ist von steigenden Zahlen für psychische Störungen zu lesen. Dabei gibt es unter den Experten durchaus gegensätzliche Ansichten, ob es sich um eine reale Zunahme der Krankheitsfälle handelt oder lediglich um  statistische Effekte aufgrund einer höheren Entdeckungsrate durch gestiegene (haus-)ärztliche Kompetenz und größere Bereitschaft der Patienten, psychische Beschwerden von sich aus zu äußern.

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Können auch Kinder an einer Depression erkranken?

Nicht nur Erwachsene leiden an Depressionen. Experten vermuten, dass auch etwa 2% der Kinder unter 12 Jahren und 5% der Jugendlichen unter 20 Jahren an depressiven Störungen erkranken.

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Wie häufig ist eine bipolare affektive Störung?

Erstaunlich häufig. Die Wahrscheinlichkeit, in seinem Leben an einer bipolaren Störung zu erkranken, liegt vermutlich bei 1-1,6%.

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Wie häufig ist eine Dysthymie?

Dysthyme-Störungen sind häufig, selbst wenn man vorsichtig mit der Diagnosestellung umgeht und die diagnostischen Kriterien sehr eng fasst.

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Können Dysthymie und Depression zusammen auftreten?

Ja. Im amerikanischen Klassifikationssystem DSM-IV lautet die Diagnose dafür: „Dysthyme Störung mit überlagerten Episoden einer Major Depression“.

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Was haben Obst und Gemüse mit Depressionen zu tun?

Eine britische Studie hat kürzlich einen Zusammenhang zwischen Ernährungsgewohnheiten und Depressionen festgestellt. Demnach verringert sich das Risiko depressiv zu werden um 26%, wenn man viel Gemüse, Obst und Fisch zu sich nimmt.

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