Depression: Grundlagen

Was genau ist überhaupt eine Depression? Und welche Formen gibt es? Um solche Grundlagen-Fragen geht es in diesem Kapitel.

Sind psychische Erkrankungen schlimmer als körperliche?

Die meisten psychischen Krankheiten sind ebenso wie körperliche Krankheiten behandelbar, Depressionen sogar besonders gut. Auch bei seelischen Erkrankungen spielen organische Prozesse eine wichtige Rolle und können durch entsprechende Maßnahmen wie beispielsweise eine medikamentöse Behandlung positiv beeinflusst werden.

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Welche Arten von Depression gibt es?

Wenn es um das Thema Depression und andere psychische Störungen geht, ist der Begriffsdschungel besonders dicht und die Konfusion groß. Die wissenschaftlichen Klassifikationsmodelle und Terminologien sind kompliziert und uneinheitlich, künftige Überarbeitungen schaffen hier hoffentlich mehr Klarheit und Licht(ungen).

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Was ist eine endogene Depression?

Eine endogene ("von innen kommende)“ Depression tritt ohne erkennbare äußere Ursache auf. Neben erblichen Faktoren werden vielschichtige biologische Ursachen vermutet, die zu veränderten Stoffwechselvorgängen im Gehirn führen.

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Was ist eine unipolare Depression?

Die unipolare (einpolige) Depression ist die häufigste Form der depressiven Erkrankung. Im Gegensatz zur bipolaren (manisch-depressiven) Störung bestehen keine gegensätzlichen Empfindungen wie das sprichwörtliche „Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt“, sondern nur depressive Phasen mit den typischen Symptomen wie Morgentief, Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit.

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Was ist eine bipolare Depression?

Bei einer Depression mit bipolarer Verlaufsform wechseln sich depressive mit manischen Phasen ab. In der aktuellen Fachterminologie wird meist von einer bipolaren affektiven Störung gesprochen.

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Was ist eine bipolare affektive Störung?

Die im heutigen Klassifikationssystem ICD-10 mit dem Code F31 definierte bipolare affektive Störung wurde früher als manisch-depressive Erkrankung bezeichnet. Bildhaft beschrieben durch das geflügelte Wort "Himmelhoch jauchzend, zum Tode betrübt" ist sie durch abwechselnde Episoden von Depression und gehobener Stimmung (Manie) gekennzeichnet.

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Was ist eine manisch-depressive Erkrankung?

Die manisch-depressive Erkrankung wird heute nach ICD-10 („Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme“) als bipolare affektive Störung bezeichnet.

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Was ist eine Major Depression?

Major DepressionMit Major Depression wird im amerikanischen Diagnose-Manual DSM-IV die schwere Form einer Depression bezeichnet, die der depressiven Episode nach der aktuellen ICD-10-Klassifizierung und der endogenen Depression im früheren klinischen Sprachgebrauch entspricht.

Alles furchtbar verwirrend, aber leider ist die Begriffswelt für Depressionen genau so: verwirrend.

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Was ist mit Dysthymie gemeint?

Dysthymie, fachsprachlich Dysthymia, steht für die chronische Form einer depressiven Verstimmung über mindestens zwei Jahre. Dabei handelt es sich um eine mildere affektive Störung als beim Vollbild einer Depression, die aber ebenfalls Leiden verursacht.

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Was ist mit Double Depression gemeint?

Unter einer Double Depression (doppelte Depression) versteht man eine chronische depressive Verstimmung (Dysthymie), auf die sich eine depressive Episode (Major Depression) zusätzlich aufpfropft.

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Was versteht man unter Zyklothymia?

Die Zyklothymia ist durch eine dauerhafte Instabilität der Stimmung über mindestens zwei Jahre gekennzeichnet. Sie ähnelt im Erscheinungsbild der bipolaren affektiven Störung (bipolare Depression), weist gegenüber dieser jedoch eine stark abgeschwächte Symptomatik auf.

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Wofür steht der Begriff Zyklothymie?

Der veraltete Begriff "Zyklothymie“ entspricht der heutigen „bipolaren affektiven Störung“ und ist von der „Zyklothymia“ zu unterscheiden.

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Was ist eine depressive Reaktion?

Reaktive Depression oder depressive Reaktion nannte man früher eine depressive Verstimmung, die durch aktuelle psychosoziale Belastungen ausgelöst wird.

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Was ist eine Anpassungsstörung (im Zusammenhang mit Depressionen)?

Unter Anpassungsstörung versteht man nach der heutigen ICD-10-Klassifizierung eine depressive Verstimmung, die durch aktuelle psychosoziale Belastungen ausgelöst wird. Früher wurde dies reaktive Depression oder depressive Reaktion genannt.

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Gibt es eine Altersdepression?

Die Klassifizierung der Altersdepression wie auch der Involutionsdepression existiert in der modernen Medizin nicht mehr. Statistisch gesehen leiden nicht mehr alte Menschen als junge an Depressionen und die Erkrankungsformen unterscheiden sich nicht grundsätzlich.

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Was ist eine schizodepressive Erkrankung?

Die schizodepressive Erkrankung ist ein kombiniertes Krankheitsbild aus Depression und Schizophrenie. Sie wurde früher schizoaffektive Psychose genannt.

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Was bedeutet ICD-10?

Wenn man sich über Krankheiten im Internet und anderen Medien informiert, stößt man – gerade im psychiatrischen Bereich –  häufig auf die Bezeichnung „ICD-10“. Sie steht für die „Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme“ (englisch: "International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems"). Die ICD ist das wichtigste weltweit anerkannte Diagnose-Klassifikationssystem der Medizin.

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Wofür steht DSM-IV?

Das amerikanische Klassifikationssystem DSM-IV stellt als „Diagnostisches und Statistisches Handbuch Psychischer Störungen“ einen Ersatz oder eine Ergänzung für die jeweiligen Passagen in der WHO-Klassifikation ICD-10 dar. Seine spezielleren und genaueren diagnostischen Kriterien machen es auch zu einem interessanten Forschungsinstrument.

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