Stillen mit Trevilor möglich

Aktueller Arzt-Tipp

Wenn Sie im Wochenbett oder während der Säuglingszeit Ihres Babys unter Depressionen leiden, kann es durchaus mal sinnvoll sein, dass Ihnen Ihr Arzt Antidepressiva verschreibt. Denn in dieser sensiblen Zeit ist es für Sie und Ihr Kind besonders wichtig, dass Sie möglichst rasch aus dem Tief herauskommen.

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Viele stillende Frauen befürchten, dass Sie in dem Fall auf die Flasche umsteigen müssen. Das ist aber nach einigen neueren Beobachtungsstudien keineswegs so. Wenn Sie z.B. das Arzneimittel Venlafaxin (Präparat Trevilor®,  Venlafaxin-Neurax® u.a.) einnehmen, finden sich zwar auch geringe Menge davon in der Muttermilch. Umfassende Untersuchungen an einer großen Anzahl gestillter Babys zeigten aber, dass keines der Kinder unter irgendeiner Beeinträchtigung oder einer Nebenwirkung litt.

Auch einige andere Psychopharmaka sind durchaus mit dem Stillen vereinbar. Bitte sprechen Sie sich dazu aber eng mit Ihrem Arzt ab.

Keinesfalls sollte die Sorge um das Stillen Sie in einer Belastungssituation von einem Arztbesuch abhalten. Depressionen und Ängste sind gerade während der ersten Monate mit Kind recht häufig und lassen sich glücklicherweise sehr gut behandeln. Wirklich schädlich fürs Baby ist hier lediglich, wenn eine Mutter aufgrund ihrer eigenen Last nur unzureichend auf die körperlichen und emotionalen Bedürfnisse ihres Kindes eingehen kann.

Kurz-Info zum Medikament:

Venlafaxin ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der sogenannten selektiven Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SSNRI). Es wird bei Depressionen und Angsterkrankungen angewendet.

Ihre Dr. med. Monika Steiner

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