Leichte Absetzreaktionen bei Beendigung der Cipramil-Therapie möglich

Aktueller Arzt-Tipp

Wenn Sie Cipramil® einnehmen, wird wahrscheinlich irgendwann der Zeitpunkt kommen, an dem Sie und Ihr Arzt probieren wollen, ob Sie nun auch ohne dieses Medikament gut zurechtkommen. Günstig ist, dass es bei Cipramil® (und auch bei allen anderen wirkstoffgleichen Präparaten wie Citalopram 1A®, Cilex® etc.) keinerlei Hinweis auf ein Abhängigkeitspotenzial gibt.

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Aber obwohl es deshalb keine klassischen Entzugserscheinungen gibt, muss man beim Absetzen der Medikation in vielen Fällen mit Absetzreaktionen rechnen. Dieses gilt vor allem, wenn man Cipramil® über mehrere Jahre und in höherer Dosierung eingenommen hat.

Typische Symptome sind hier beispielsweise Zittern und Kopfschmerzen, Schwindel, Empfindungsstörungen der Haut, Schlafstörungen, Erregtheit, Angstgefühle oder Übelkeit. Gut zu wissen, dass diese Reaktionen meist nur leicht bis mäßig schwer sind und sich nach kurzer Zeit von selbst zurückbilden. Sie brauchen also nicht zu befürchten, dass dieser Zustand ein Rückfall in Ihre ursprüngliche Depression bedeutet.

Ob Sie die Tabletten dauerhaft oder für eine gewisse Zeit weglassen können, wird Ihr Arzt unabhängig davon zusammen mit Ihnen entscheiden.

Ihre Dr. med. Monika Steiner

Hintergrund-Info zum Medikament:

Cipramil® mit dem Wirkstoff Citalopram ist ein Antidepressivum aus der Gruppe der sogenannten selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI). Serotonin ist ein zentraler Botenstoff bei Prozessen im Gehirn, die die Psyche positiv beeinflussen und sowohl Stimmung als auch Antriebskraft verbessern können. Das Medikament wird vornehmlich zur Behandlung depressiver Erkrankungen angewendet.

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