Vorsicht bei Einnahme von Tofranil und Blutdrucksenkern

Aktueller Arzt-Tipp

Schwindel durch allzu schnelles Aufrichten hat fast jeder irgendwann schon mal erlebt. Orthostatische Hypotonie wird das im Medizinerdeutsch genannt. Sporadisch vorkommend ist dieses Phänomen harmlos und verkraftbar. Aber mitunter können auch Medikamente die Ursache sein, unter anderem Antidepressiva.

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Wenn der Schwindel medikamentenbedingt häufig auftritt, ist er nicht nur lästig, sondern kann auch diverse gesundheitliche Komplikationen in Form von Herz-Kreislaufbeschwerden nach sich ziehen. Ein solcher Fall kann vorliegen, wenn Sie das trizyklische Antidepressivum Tofranil® bzw. Imipramin neurax® einnehmen und gleichzeitig einen beliebigen Blutdrucksenker verschrieben bekommen. Blutdrucksenkende Medikamente können durch Imipramin-haltige Antidepressiva in ihrer Wirkung verstärkt werden und somit zu einer Reihe von Kreislaufproblemen führen.

Bitte teilen Sie also allen Ihren behandelnden Ärzten mit, welche Medikamente Sie einnehmen. Nur so kann man Wechselwirkungen und eventuelle Beschwerden vermeiden.

Ihre Dr. med. Monika Steiner

Haben Sie eigene Erfahrungen oder eine andere Meinung? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar (bitte Regeln beachten).
Kommentare (2)
Ihre Anfrage
2 Freitag, den 03. April 2015 um 17:53 Uhr
Liebe Stefanie,

danke für Ihr Interesse und Ihre Anfrage. Bitte haben Sie aber Verständnis, dass wir leider keine persönliche ärztliche Fernberatung leisten. Dazu kennen wir Sie und Ihre genauen Krankheitsdaten einfach zu wenig, als dass wir konkrete Empfehlungen geben können und möchten. Bitte stellen Sie all Ihre Fragen einfach Ihrem behandelnden Arzt.

Herzliche Grüße, Dr. M. Steiner
Tofranil wegen Bettnässen
1 Mittwoch, den 01. April 2015 um 23:04 Uhr
Hallo sehr geehrtes Team,

Seit Jahrzehnten bekam ich Tofranil und seit einigen Jahren Anafranil gegen meiner Probleme mit dem Bettnässen. Die Zahl der nassen Nächte ist ab dem Alter von fünf Jahren zwar zurückgegangen, doch richtig aufgehört hat es bis heute eigentlich nie. Die längsten Trockenphasen sind etwa sieben Tage.
Vor einigen Jahren wurde bei mir erhöhter Blutdruck diagnostiziert. Dagegen bekomme ich einen ACE-Hemmer und ein entwässerndes Medikament, das ich jeweils morgens einnehme.
Gilt die Wechselwirkungsgefahr auch für Anafranil und macht es überhaupt Sinn es noch weiter zu nehmen, wenn das Bettnässen dadurch nicht vollständig behandelt wird? Ich muss mich ja trotzdem jede Nacht so einrichten, dass die Auswirkungen des Bettnässens so gering wie möglich bleiben.

Vielen Dank