Depressionen und Entzündungen: dem Zusammenhang auf der Spur

Eines wissen Wissenschaftler mit Sicherheit: Irgendwie hängen Depressionen und chronische Entzündungskrankheiten zusammen. Aber wie? Befördern Depressionen die Entstehung von Entzündungen oder ist es genau anders herum? US-amerikanische Ärzte glauben nun, des Rätsels Lösung nahe gekommen zu sein.

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Ähnliche Prozesse wie bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes

Entzündungsvorgänge im Körper sind Begleiter vieler Krankheiten – beispielsweise bei Bluthochdruck, Gefäßerkrankungen und Diabetes. Interessanterweise ist ein Anhaltspunkt, an dem man Entzündungsprozesse ablesen kann, auch ein Merkmal für wiederholt auftretende Depressionen: der Blutwert für CRP (C-reaktives Protein).

Eine Arbeitsgruppe vom Duke University Medical Center hat bei 1.420 Jugendlichen im Alter von 9 bis 13 Jahren und dann jährlich bis zum Alter von 16 Jahren den CRP-Wert bestimmt. Im Alter von 19 bis 21 Jahren wurde das dann noch einmal wiederholt. Gleichzeitig wurden die Betroffenen mittels eines standardisierten Fragebogens zu möglichen depressiven Symptomen befragt.

Depressionen in der Jugend = hoher CRP-Entzündungswert

Die höchsten CRP-Werte wurden bei den Jugendlichen aufgefunden, die mehrfach unter Depressionen gelitten hatten. Dabei ließen erhöhte CRP-Werte keine Aussage über spätere Depressionen zu. Die Wissenschaftler schließen daraus, dass in der Jugend beginnende Depressionen das Fundament für später im Leben auftretende Entzündungen legen, die zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes führen können.

WANC 10.01.2012
Quelle: Biological Psychiatry, doi:10.1016/j.biopsych.2011.09.023

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