Depressionen sind ein Risikofaktor für Schlaganfall

Wer unter Depressionen leidet, hat ein um 45% erhöhtes Risiko für einen Hirnschlag. Und gegenüber Nichtdepressiven ist die Gefahr, daran zu versterben, sogar um 55% erhöht.

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Depressionen belasten die Gesundheit stärker, als man denkt. Depressive haben häufiger Diabetes, Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Wie neue Studien belegen, erleiden Menschen mit Depressionen auch eher einen Schlaganfall. Und dieser hat oft schlimmere Folgen.

Eine Erklärung für diesen Zusammenhang sehen Wissenschaftler darin, dass Depressionen den Hormonhaushalt verändern. Im Blut von Depressiven finden sich oft  höhere Anteile von bestimmten Entzündungsstoffen, die das Schlaganfallrisiko steigern. Darüber hinaus hat die Studie festgestellt, dass Depressive dazu neigen, eine ungesündere Lebensweise zu pflegen: Sie rauchen häufig, bewegen sich wenig und ernähren sich schlechter. Und: Auch die Einnahme von Antidepressiva kann das Schlaganfallrisiko erhöhen.

WANC 29.11.2011
Quelle: JAMA. 2011; 306 (11): 1241–1249

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