Wie viel Depression ist normal?

Eine vorübergehende Verstimmung von einer behandlungsbedürftigen Depression zu unterscheiden, ist gar nicht so einfach. Prof. Ulrich Hegerl von der Ludwig-Maximilians-Universität München fasste kürzlich noch einmal die Hinweise zusammen, die für eine Depression sprechen:

Unsere 10 wichtigsten Tipps gegen Depressionen

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  • bleiernes Schweregefühl (eine tief sitzende Kraftlosigkeit, das Gefühl, nichts mehr zu wollen oder zu können)
  • ständiges Grübeln
  • Unfähigkeit, noch Freude zu empfinden, nicht einmal über Kleinigkeiten
  • Appetitstörungen, auf längere Sicht Gewichtsverlust
  • ausgeprägte Schlafstörungen
  • Gefühl der Hoffnungslosigkeit
  • Suizidgedanken

Früher Arztbesuch lohnt sich unbedingt

Handelt es sich tatsächlich um eine Depression, wird sie von allein kaum verschwinden. Denn die Ursache ist nicht etwa selbst verschuldet, sondern liegt in einer durcheinander geratenen chemischen Signalkette im Gehirn. Deshalb sollten Sie, wenn Sie solche Gefühle bei sich wahrnehmen, darüber unbedingt mit Ihrem Arzt sprechen.

Bemerken Sie diese Symptome bei Angehörigen oder Freunden, versuchen Sie mit Nachdruck, sie zu einem Arztbesuch zu bewegen. Denn erstens ist eine Depression gut behandelbar. Und zweitens droht bei Nichtbehandlung eine Verschlimmerung - bis hin zum Selbstmord.

WANC 12.07.05

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