Stimmt es, dass Aluminium eine Alzheimer-Demenz verursachen kann?

Nein, zumindest gibt es dafür keine schlüssigen Beweise. Das Thema Aluminium (im Trinkwasser, in Lebensmitteln) und Alzheimer wird seit vielen Jahren diskutiert, unter anderem deshalb, weil in den Gehirnen von Alzheimer-Patienten teilweise vermehrt Aluminium gefunden wurde.

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Mittlerweile geht man aber davon aus, dass der Aluminium-Befund eher mit den abgestorbenen Nervenzellen zusammenhängt und nicht mit einer toxischen Wirkung des Metalls. Zudem gibt es Studien, die einen solchen Zusammenhang eher wiederlegen.

Wie immer bei derartigen epidemiologischen Fragestellungen ist es wissenschaftlich schwierig, endgültige Nachweise zu liefern. Und schlechte Nachrichten ("Aluminium macht Alzheimer") werden immer intensiver wahrgenommen als gute Nachrichten. Unterm Strich kann man aber sagen: Nach aktuellem Kenntnisstand (Juni 2011) keine Gefahr durch Aluminium.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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