Erhöht Stress das Risiko, an Alzheimer zu erkranken?

Darauf gibt es zumindest zahlreiche Hinweise. Da Stress objektiv kaum zu erfassen ist und Erkrankte bzw. die Angehörigen in der Rückschau leicht dazu neigen, einzelne Vorkommnisse überzubewerten, ist es generell schwierig, einen kausalen Zusammenhang mit Stress zu beweisen.

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Diese Deutungsprobleme berücksichtigt, spricht vieles dafür, dass Stress die Entwicklung von Alzheimer begünstigt. Eine der eindeutigsten Hinweise kommt dabei von der Universität in Chicago. In einer Langzeitstudie, die mehr als 1.000 Senioren über viele Jahre begleitete, ermittelten die US-amerikanischen Wissenschaftler, dass diejenigen der Probanden, die vermehrt psychischen Stress angaben, später mehr als doppelt so häufig an Alzheimer erkrankten. Bestätigt werden diese Ergebnisse auch durch mehrere Untersuchungen, die einen schützenden Effekt eines sozial integrierten Lebens zeigen.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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