Warum erkranken Alleinlebende häufiger an Alzheimer als Menschen in einer Partnerschaft?

Weil sie geistig schneller "einrosten". Ein wesentliches Problem vieler (älterer) Singles ist der geringe soziale Kontakt. Wer allein lebt, und das gilt insbesondere in höherem Alter, muss seinen Geist weniger anstrengen. Denn der tägliche Kontakt mit Mitmenschen erfordert eine sehr viel höhere geistige Aufmerksamkeit als das Alleinsein. Und fest steht: Alleinstehende erkranken häufiger an Demenz oder Alzheimer als Menschen in einer Partnerschaft.

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Bestes Medikament: Kontakt

Deshalb gilt folgende Empfehlung: Wenn Sie allein leben, suchen Sie sich Ihre regelmäßigen sozialen Kontakte – ob nun mit der Familie, Freunden, Nachbarn, im Verein oder beim Sport. Denn sozialer Kontakt fördert die geistige Fitness.

Und wenn es um Ihre älteren Familienmitglieder geht: Motivieren Sie sie zu sozialen Kontakten. Geben Sie dabei nicht zu schnell auf, oft braucht es viel gutes Zureden. Am Ende jedoch leben Menschen mit regelmäßigen sozialen Kontakten nicht nur länger, und nicht nur Alzheimer-freier, sondern vor allem auch glücklicher.

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Kommentare (1)
Sehe ich anders
1 Sonntag, den 31. Mai 2015 um 21:54 Uhr
Lollo
Mein täglich Brot verdiene ich in der Betreuungsarbeit. Es wird aus einer gewissen Ohnmacht heraus immer wieder angeführt, dass geistige Beweglichkeit vor Demenz schützt. Zwar gibt es bei bereits Erkrankten Studien, die darauf hinweisen, dass geistige Aktivität den Verlauf einer Demenz positiv, im Sinne von längeren Erhalt der kognitiven Fähigkeiten, beeinflussen kann. Allerdings ist dies nicht zwangsläufig als vorbeugende Maßnahme anzusehen.
Die Erkrankten, die ich kennen lernen durfte, kamen aus allen Schichten, auch aus akademischen Kreisen. Singles waren auch darunter. Aber eher wenig. Alle hatten aber ein intaktes und erfülltes soziales Leben und erkrankten dennoch. Wir reden hier von Generationen ab ca. 1950 und davor. Singles waren da noch nicht so stark vertreten wie heute. Aber was unterscheidet Singles von anderen Menschen? In erster Linie ihre Lebensgewohnheiten. Die meisten haben keinen festen Rhythmus, zudem kochen viele nicht. Sie essen unregelmäßig und öfters Fertigprodukte. Es wird kaum auf gesunde Ernährung geachtet, da niemand in ihrer Fürsorge steht. Singles sind zumeist ungewollt alleine. Entweder sind sie verwitwet oder kommen mit ihren Mitmenschen nicht klar, oder diese nicht mit ihnen. Die wenigsten sind alleine, weil sie es so wünschen. Nicht wenige haben mehr oder weniger starke depressive Schübe.
Auffallend ist aber, dass bei Rheumatologen wesentlich weniger Patienten mit Demenz anzutreffen sind. Warum? Vielleicht, weil sie aufgrund ihrer Grunderkrankung fortwährend entzündungshemmende Mittel einnehmen? Wenn nun Demenz ein chronisch verlaufender Entzündungsprozess wäre, und die Ablagerungen ein Schutzfilm, der nachweislich antibiotisch wirkende Stoffe enthält? Und in diesen Zusammenhang sei die schwächere Immunabwehr im Alter aufgezeigt.
Schon immer gab es Menschen, die geistig weniger rege waren. Aber noch nie gab es so viele Demenzerkrankungen.
Interessant wäre noch eine Untersuchung im Zusammenhang mit tierischen Leichenprodukten - sprich Fleischverzehr... BSE lässt schön grüßen - da waren/sind auch Eiweiße im Spiel.
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