Weshalb erkranken Menschen in den Mittelmeerländern seltener an Alzheimer?

Wahrscheinlich wegen ihrer Ernährung. Erwiesen ist das nicht, aber es wird aufgrund der vorliegenden Erkenntnisse vermutet.

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Was nun macht die typische Ernährung der Mittelmeervölker aus? In Kurzform: Relativ viel Obst und Gemüse, Getreide und Hülsenfrüchte. Relativ wenig rotes Fleisch und Geflügel. Wenig tierische Fette, dafür viel Olivenöl. Viel Rotwein, wenig Bier.

Natürlich ist das kein Patentrezept gegen Alzheimer. Aber diese Art der Ernährung ist auf jeden Fall gesünder als die bei uns übliche und wirkt sich generell positiv auf die Gesundheit aus.

Um bis zu 40% reduziertes Risiko

Eine Bestätigung für den schützenden Effekt der mediterranen Ernährung liefert eine aktuelle Studie. Bei insgesamt 2.200 Personen waren dabei das Ernährungsverhalten und das Alzheimer-Risiko abgeglichen worden. Das Ergebnis: Menschen, die sich besonders "mediterran" ernährten (viel Obst, Gemüse, Getreide, Fisch, Pflanzenöl, aber wenig Milchprodukte und Fleisch), erkrankten um 40% seltener an der Alzheimer-Demenz als Personen, die sich am wenigsten nach diesen Ernährungsempfehlungen richteten.

Passend zu diesem Thema mehren sich die Erkenntnisse, dass bestimmte Naturstoffe und Nahrungsbestandteile der Entwicklung von Demenz und Alzheimer entgegenwirken könnten. Mehr dazu hier.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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Kommentare (1)
Demenzrisiko
1 Sonntag, den 31. Mai 2015 um 21:04 Uhr
Lollo
Vermuten kann man viel. Was uns fehlt ist Wissen. Solange wir die Ursache nicht kennen, ist die Suche nach vorbeugenden, oder heilenden Mitteln, die Suche nach der berühmten Nadel im Heuhaufen.
Was natürlich Sinn macht, ist grundsätzlich eine gesunde und NATÜRLICHE Lebensweise und -Ernährung. Das wird aber immer schwieriger, da die Umwelt durch unseren Konsum immer mehr zerstört wird. Nahrung ist heutzutage industriell. Jeder Einzelne trägt dazu bei. Die Schuldigen sitzen nicht in den Konzernen, sondern als unser EGO in unseren Köpfen. Billig, schnell zuzubereiten. Und überall der Plastikverpackungsmüll. Chemie auf dem Teller. Mit jedem Zuwachs der Wirtschaft und unserer scheinbaren höheren Lebensqualität, schwindet die Natur und gleichzeitig kommen immer mehr Krankheiten auf, die uns peinigen.
Das sollte uns allen zu Denken geben. Der Lebenswandel der westlichen Welt ist der Supergau von Morgen. Mal ehrlich - Geld verdienen und sparen, schaltet unser Verantwortungsgefühl gegenüber der Natur aus - siehe great USA - erst die Wirtschaft - dann alles andere....
Opfer werden hingenommen - solange es einen selbst nicht betrifft - aber irgendwann erwischt es auch einen selbst. Da wird mal wieder das Bibelwort wahr - Der Mensch erntet was er sät....