Wäre es nicht besser, von der Alzheimer-Diagnose gar nicht zu erfahren?

Diese Frage stellen sich viele. Was bringt es, wenn einem der Arzt den Verlust der Geisteskraft ankündigt, wenn man den ohnehin nicht aufhalten kann? Zumindest nach heutigem Stand nicht.

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Formal hat man in jedem Fall ein Recht nicht nur darauf, über seine Diagnose informiert zu werden, sondern auch darauf, darüber nicht informiert zu werden. Und in der einen oder anderen Krankheits- bzw. Lebenssituation mag dies zumindest vorübergehend tatsächlich sinnvoll sein.

Herausforderungen des Alltags besser zu meistern, wenn man Bescheid weiß

Allerdings stellt die – korrekt ermittelte und sorgfältig geprüfte – ärztliche Diagnose eine wichtige bis unverzichtbare Hilfe dar, um bestehende Probleme erklären und eine gezielte Behandlung sowie die weitere Lebensplanung sinnvoll gestalten zu können. Die Angst vor einer wahrheitsgemäßen Diagnose oder vor schock- und schmerzgeprägten Reaktionen auf eine solche ist jedenfalls kein guter Ratgeber, wenn es um die Bewältigung der unvermeidlichen Herausforderungen geht, die uns und unseren Angehörigen vom Leben gestellt werden.

Im Gespräch mit dem Arzt sollte der Umfang der gewünschten und notwendigen Informationen geklärt werden.


Autor: Dr. Hubertus Glaser

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