Was bedeutet Alzheimer im Stadium 2?

Die Alzheimer-Erkrankung wird von Ärzten in drei verschiedene Stadien eingeteilt, wobei Stadium 1 die Frühform und Stadium 3 die fortgeschrittene Erkrankung umschreibt. Im Stadium 2 sind die Betroffenen – so die Definition – noch in der Lage, die einfachen täglichen Aufgaben des Alltags selbstständig zu erledigen, benötigen aber schon Hilfe bei komplizierteren oder nicht alltäglichen Aufgaben.

Kurzzeitgedächtnis leidet stärker als das Langzeitgedächtnis

Unsere 10 wichtigsten Tipps für die Angehörigen

weiterlesen...

Die Vergesslichkeit ist in diesem Stadium schon sehr ausgeprägt, gerade das Kurzzeitgedächtnis funktioniert immer schlechter. Die Betroffenen vergessen z.B., Rechnungen zu bezahlen oder Verabredungen, aber auch wo der Schlüssel liegt oder was sie gerade sagen wollten. Das Langzeitgedächtnis hingegen ist meist noch sehr gut, was dann aber dazu führt, dass manchmal etwas unzusammenhängend über frühere Ereignisse gesprochen wird. Die Sprache selbst wird immer langsamer, ebenso die Auffassungsgabe.

Dieser Verlust an Geisteskraft ist für die Betroffenen durchaus noch spürbar, und sie leiden darunter. Häufig kommt es zu ausgeprägten Gemütsschwankungen und Depressionen. Auch die Persönlichkeit verändert sich, das individuelle Persönlichkeitsbild (Eigenschaften, typische Charaktermerkmale) geht immer mehr verloren.

Wenn die Erkrankung fortschreitet

Irgendwann geht dann auch die zeitliche und räumliche Orientierung verloren. Die Betroffenen wissen nicht mehr, wo sie sind oder welcher Tag gerade ist. In dieser Phase müssen die Angehörigen oder Pfleger schon sehr klare Anweisungen geben und diese oft wiederholen, damit sie verstanden werden. Am Ende dieser Entwicklung geht dann auch das Erkennen bekannter Personen immer mehr verloren.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

Haben Sie eigene Erfahrungen oder eine andere Meinung? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar (bitte Regeln beachten).
Anzeigen