Wie äußert sich ein Alzheimer im Stadium 1?

Die Alzheimer-Erkrankung wird von Ärzten in drei verschiedene Stadien eingeteilt, wobei Stadium 1 die Frühform und Stadium 3 die fortgeschrittene Erkrankung umschreibt. Demnach ist das Stadium 1 oft von eher uncharakteristischen Symptomen gekennzeichnet, die oft lange Zeit nicht mit einer beginnenden Demenz in Verbindung gebracht werden.

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Häufig ist das erste Anzeichen eine gewisse Antriebsarmut und Energielosigkeit. Die Spontaneität geht verloren. Leichte Gedächtnisstörungen kommen hinzu, die Betreffenden reagieren und lernen langsamer als früher. Auch ausgeprägtere Stimmungsschwankungen sind ein häufiges Früh-Alzheimer-Symptom.

Beschwerden werden zwar wahrgenommen, aber oft geleugnet

Nach einer Weile werden diese Anzeichen dann immer deutlicher und ausgeprägter. Die Betreffenden schrecken vor allem Neuem zurück, wollen nur noch tun, was ihnen bekannt ist. Der Gedächtnisverlust nimmt zu und beeinträchtigt ernsthaft das Privatleben (und ggf. die Arbeit). Die Betroffenen nehmen diese Veränderungen zwar auch wahr, leiden aber häufig auch darunter und reagieren abwehrend auf direktes Ansprechen.

Insgesamt beginnt die Erkrankung langsam auch die Persönlichkeit zu beeinträchtigen: Die Betreffenden sind durcheinander und beurteilen tägliche Situationen und Fragen nicht mehr richtig, vor allem dann, wenn diese neuartig sind. Gewohnheitshandlungen können oft noch über längere Zeit normal ausgeübt werden.

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Kommentare (2)
Demenz
2 Montag, den 25. Juni 2018 um 16:45 Uhr
Tina
Meine Mutter hat Demenz mit Pflegestufe 2. Seit ca. 6 Wochen sagt sie mir, dass sie eine sehr starke Erkältung hat. Rufe ich sie am nächsten Tag an, dann klingt bei ihr die Erkältung wieder ab. Am darauffolgenden Tag wieder das Gleiche von vorn. So geht es schon die ganze letzte Zeit. Gestern hatte sie Geburtstag; ist 78 geworden. Habe ihr die Lieblingsblumen gebracht. Heute wusste sie nicht mehr, dass ich da war.
Wenn der Arzt auf Burnout tippt, keine Früherkennung möglich
1 Dienstag, den 23. Juni 2015 um 08:53 Uhr
Pietro Metro
und genauso ist's mir passiert. Ich habe meinen GF Posten an meine Frau übergeben und mich aus dem operativen Geschäft heraus genommen. Dennoch wird mir lediglich psychische Hilfe angeboten. Wir regeln daher alles selbst, innerhalb meiner lieben Familie. Es scheint völlig ungewöhnlich zu sein für die Ärzte, wenn ein Alzpatient es selbst zu prognostizieren vermag. Aber genau das ist doch der Unterschied zu zahlreichen anderen Krankheitsbildern, so meine persönliche Überzeugung. Standardtests werden die Ärzte eher am tatsächlichen "Ziel" vorbeilenken.
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