Demenz & Morbus Alzheimer: Krankheitsentstehung

Was passiert bei einer Alzheimer-Demenz im Gehirn? Wann beginnt es, und warum? Um solche Fragen geht es in diesem Kapitel.

Was sieht man bei Alzheimer-Zellen unter dem Mikroskop?

Nervenzellen von Patienten mit Morbus Alzheimer weisen charakteristische Veränderungen auf. So sieht man unter dem Mikroskop typische Ablagerungen von Plaques außen an den Nervenzellen. Diese Plaques enthalten Beta-Amyloid.

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Wie entsteht das bei Alzheimer so typische Beta-Amyloid an den Nervenzellen?

Im Prinzip durch einen fehlerhaften Abbau. Die Vorstufe von Beta-Amyloid ist das Protein APP. APP ist ein normales Stoffwechsel-Eiweiß, das üblicherweise durch die sogenannte alpha-Sekretase abgebaut wird. Die alpha-Sekretase ist ein Enzym, das APP dabei zu einem nicht giftigen, löslichen Folge-Protein verarbeitet.

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Woher weiß man, dass die Tau-Proteine Alzheimer auslösen?

Ganz genau weiß man das noch gar nicht. Aber was man weiß: Bei Menschen mit der Alzheimer-Erkrankung finden sich im Innern der Nervenzellen typischerweise sogenannte Fibrillen, die aus Tau-Proteinen bestehen. Ebenfalls charakteristisch sind neben den Fibrillen im Innern der Neuronen beta-amyloid-haltige Plaques an der Außenseite der Zellen.

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Können Hirnzellen Selbstmord begehen?

Sie können – und nicht nur sie. Im Prinzip sind alle Körperzellen in der Lage, Selbstmord zu begehen. Statt einer Schusswaffe bedienen sie sich dabei selbst produzierter "Killerproteine", die nach ihrer Freisetzung den Zelluntergang herbeiführen. Dieser "programmierte Zelltod" wird von Wissenschaftlern Apoptose genannt.

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