Welche Untersuchungen weisen nach, dass eine Demenz oder ein Alzheimer vorliegen?

Bei Verdacht auf eine beginnende oder fortgeschrittene Demenz führt der Arzt in der Regel zunächst ein längeres Gespräch mit dem Betreffenden. Auch eine körperliche Untersuchung und die Erfragung der kompletten Krankheitsgeschichte (Anamnese) gehört zur Basisdiagnostik.

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Um der Sache etwas gründlicher nachzugehen, sind dann spezielle Tests der geistigen Leistungsfähigkeit und der Orientierung notwendig. Sie werden normalerweise bei einem Facharzt für Neurologie und Psychiatrie vorgenommen. Es gibt eine ganze Reihe an solchen Tests mit meist komplizierten Namen.

Die bekanntesten Tests sind:

  • Mini Mental Status Test (MMST)
  • DemTect
  • Test zur Früherkennung von Demenzen mit Depressionsabgrenzung (TFDD)

Weitere Tests bei bereits bestätigtem Verdacht:

  • CERAD-Test
  • ADAS-cog-Test
  • SIDAM-Test

Auch Blut- und Urinuntersuchungen können notwendig sein, um andere Erkrankungen auszuschließen, die mit Beeinträchtigungen der Geisteskraft einhergehen können. Mit dem gleichen Ziel werden manchmal auch technische Untersuchungen veranlasst, z.B.:

  • EEG (Elektroenzephalographie)
  • CT (Computertomographie)
  • Kernspin (Magnetresonanztomographie, kurz MRT)

Während eine Demenz, also eine eingeschränkte geistige Leistungsfähigkeit, mit den oben beschriebenen diagnostischen Maßnahmen nachgewiesen werden kann, ist ein "Beweis" für die Spezialdiagnose "Alzheimer" so nicht möglich. Dass tatsächlich ein Morbus Alzheimer die zugrundeliegende Ursache der Demenz ist, wird daher meist durch Ausschluss anderer möglicher Ursachen festgestellt.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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