Stimmt es, dass man eine Demenz auch mit Aspirin behandeln kann?

Das wird zumindest versucht, nämlich bei Demenz-Erkrankungen, die gefäßbedingt entstanden sind. Anders als beim Alzheimer entsteht die nachlassende Geisteskraft hier durch Durchblutungsstörungen.

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Denn obwohl nicht ganz klar ist, ob Acetylsalicylsäure (ASS, z.B. Aspirin®) die Beschwerden dieser sogenannten vaskulären Demenz (vas = Gefäß) verbessern kann, ist doch zumindest nachgewiesen, dass das Auftreten neuer Durchblutungskrisen durch diesen „Blutverdünner“ ver- bzw. gemindert wird – und damit auch das Fortschreiten der Gehirnschädigung bei einer vaskulären Demenz.

ASS wird üblicherweise als Tablette einmal täglich in einer Dosierung von 75-375 mg eingenommen. Zu stark darf die Blutverdünnung allerdings nicht ausfallen, denn sonst kann es zu Beschwerden des Magen-Darm-Traktes bis hin zu Magenblutungen und anderen Blutgerinnungsstörungen kommen.

Autor: Dr. Hubertus Glaser

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