Demenz: Therapie seelischer Begleiterscheinungen

Welche Behandlungsmaßnahmen sind sinnvoll, um die psychischen und seelischen Begleiterscheinungen einer Demenz zu lindern? Ängste oder Depressionen zum Beispiel? Ist eine Umgestaltung der häuslichen Umgebung notwendig, um dem an Demenz Erkrankten ein besseres räumliches Zurechtfinden zu ermöglichen? Kann die verordnete Medikamenteneinnahme plus entsprechender Antipsychotika seelischen Begleiterscheinungen entgegenwirken? Mehr dazu in diesem Kapitel.

Wie werden seelische Begleitsymptome einer Demenz behandelt?

Zur Abnahme der geistigen Leistungsfähigkeit und der Alltagskompetenz gesellen sich bei einer Demenz regelmäßig seelische Symptome und problematische Verhaltensweisen, wie etwa Depression, Unruhe, Aggressivität, wirklichkeitsferne Überzeugungen, Sinnestäuschungen und Schlafstörungen. Wenn der Versuch einer nichtmedikamentösem Beeinflussung der Störungen fehlgeschlagen ist, kommen verschiedene Medikamente zur Behandlung in Frage.

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Alzheimer: Warum kann es sinnvoll sein, Medikamente gegen Depressionen einzunehmen?

Eine Alzheimer-Erkrankung oder auch eine Demenz anderer Ursache betrifft nicht nur das Gedächtnis. Die nachlassende Geisteskraft geht oft auch mit ausgeprägten Verstimmungen und Ängsten einher. Denn natürlich spüren die Betroffenen, dass sie normalen Alltagssituationen zunehmend weniger gewachsen sind. Und das kann enorm belastend sein.

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Soll man bei Alzheimer oder Demenz Neuroleptika verordnen?

Das ist eine schwierige Frage. Neuroleptika sind sehr starke Beruhigungsmittel, die praktisch das gesamte Gefühlsleben eindämmen. Sie können damit auch typische Spätsymptome einer Demenz wie z.B. Halluzinationen, Wahnvorstellungen oder psychotische Zustände unterdrücken. Aber sie unterdrücken eben nicht nur die unerwünschten Erscheinungen, sondern fast das gesamte emotionale Erleben.

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Alzheimer-Demenz: Was tun, wenn die Betroffenen aggressiv oder psychisch auffällig werden?

Wenn eine Demenz etwas weiter fortgeschritten ist, können neben der nachlassenden Geisteskraft auch psychische Probleme auftreten. Nicht selten entwickeln die Betroffenen dann ausgeprägte Ängste, die sich bis hin zu Wahnvorstellungen steigern können. Auch starke Unruhe oder aggressive Ausbrüche sind möglich.

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Welche Antidepressiva sollten bei Demenz nicht eingesetzt werden?

Bei Menschen mit Alzheimer kommt es im Verlauf der Erkrankung nicht selten zu depressiven Verstimmungen. Dann werden häufig sogenannte Antidepressiva (Medikamente gegen Depression) verschrieben. Was dann wichtig ist: Bei Alzheimer dürfen einige dieser Wirkstoffe nicht eingenommen werden.

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Demenz: Worauf muss man bei der Behandlung mit Neuroleptika achten?

Neuroleptika (Antipsychotika) werden manchmal zur Behandlung von Unruhe, psychotischen Angstzuständen, Aggressivität, wirklichkeitsfernen Überzeugungen, Sinnestäuschungen und Schlafstörungen bei Alzheimer-Patienten eingesetzt. Sie wirken durch Verminderung der Konzentration des Überträgerstoffs Dopamin im Gehirn beruhigend.

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