Welche Medikamente gegen die Alzheimer-Demenz gibt es?

In Deutschland sind gegenwärtig (Oktober 2011) vier Medikamente zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit zugelassen. Sie können die Erkrankung nicht heilen, aber ihren Verlauf verzögern.

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Das gelingt ihnen, indem sie die chemischen Veränderungen in den beiden betroffenen Signalübertragungssystemen teilweise ausgleichen: den Mangel an Acetylcholin und den Überschuss an Glutamat. Dafür stehen zum einen drei verschiedene Cholinesterase-Hemmer zur Verfügung, die sich an das Enzym anlegen, das eigentlich für den Abbau des Signalstoffs zuständig ist. Zum anderen handelt es sich um einen direkten Gegenspieler (Antagonist) des Glutamats, dessen Wirkung das Medikament durch Blockade seiner Bindungsstellen an Nervenzellen vermindert.

Alzheimer-Medikamente in der Übersicht

Cholinesterase-Hemmer:

Anwendung: leichtgradige bis mittelschwere Demenz bei Alzheimer-Krankheit

  • Donepezil (Aricept®)
    Höchstdosis: 5-10 mg/Tag
  • Galantamin (Reminyl®)
    Höchstdosis: 16-24 mg/Tag

Anwendung: leichtgradige bis mittelschwere Demenz bei Alzheimer- und Parkinson-Krankheit:

  • Rivastigmin (Exelon®)
    Höchstdosis: 6-12 mg/Tag (Kapseln)

Glutamat-Antagonist:

Anwendung: mittelschwere bis schwere Demenz bei Alzheimer-Krankheit

  • Memantine (Axura®, Ebixa®)
    Höchstdosis: 10-20 mg/Tag


Autor: Dr. Hubertus Glaser

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