Neuer Test entlarvt Alzheimer früher

Bisher diagnostiziert der Arzt Alzheimer, wenn es meist schon zu spät ist. Denn bei dieser Demenzerkrankung ist es, wie bei vielen anderen Krankheiten auch: Je früher sie behandelt wird, desto größer ist die Chance für den Erfolg einer Therapie. Ein neuer Test soll die Früherkennung von Alzheimer nun verbessern.

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Besonders gefährliche Alzheimer-Eiweiße entdeckt

Wenn Menschen an Alzheimer erkranken, findet in ihrem Gehirn eine Art Katastrophe statt. Ein bestimmtes Eiweiß – das sogenannte beta-Amyloid – besetzt die Nervenzellen und zerstört sie. Damit verliert das Gehirn nach und nach seine Funktionen. Da, wo sich das Eiweiß festsetzt, entstehen Verklumpungen. Es gibt besonders giftige, die werden von Ärzten Oligomere genannt. Und weil das Blut diese besonders schädlichen Verklumpungen nicht mehr entsorgen kann, reichern sie sich im Nervenwasser des Gehirns an.

Früherkennung über Analyse des Nervenwassers?

Forscher der Universität Frankfurt haben nun herausgefunden, dass mit der Menge dieser Oligomere der Abbau der Gehirnleistung zunimmt, was sich zuerst in einem schlechter werdenden Gedächtnis und einer sinkenden Konzentrationsfähigkeit äußert. Allerdings lässt sich die Anreicherung der Oligomere im Nervenwasser schon bei ganz geringen Mengen nachweisen.

Ein solcher Test auf Oligomere ist nach Ansicht der Studienautoren eine große Chance, Alzheimer in einem frühen Stadium zu erkennen und damit eine Behandlung frühzeitig einzuleiten. Außerdem erhoffen sie sich, die Wirkung neuer Medikamente durch diese Erkenntnisse besser überprüfen zu können.

WANC 09.02.2012
Quelle: Journal of Alzheimer’s Disease

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