Ab 45 geht es geistig bergab

Bereits im Alter von 45 Jahren verliert das Gehirn an Leistungsfähigkeit, was das Erinnerungsvermögen, das Denken und das Begreifen betrifft. Bisher sind Wissenschaftler davon ausgegangen, dass der Prozess der geistigen Alterung erst ab einem Lebensjahr von 60 einsetzt.

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Was gut ist für's Herz, ist auch gut für's Gehirn

In einer Studie beobachteten französische und englische Wissenschaftler rund 5.200 Männer und 2.200 Frauen seit 1997, insgesamt zehn Jahre lang. Dabei handelte es sich um Angestellte im öffentlichen Dienst im Alter zwischen 45 und 70. In allen Tests, in denen Erinnerungsvermögen, logisches Denken, Sprachgebrauch und Sprachgewandheit überprüft wurden, nahm mit dem Alter die geistige Leistungsfähigkeit ab. Über die zehn Jahre verringerte sich beispielsweise die Fähigkeit zu logischem Denken bei Frauen und Männern im Alter von 45-49 um 3,6%. Im Alter von 65-70 ging es bei Männern um 9,6% und bei Frauen um 7,4% zurück.

Die Wissenschaftler betonen, dass der Alterungprozess des Gehirns mit dem allgemeinen Gesundheitszustand zusammen hängt. Vor allem heben sie die Bedeutung eines gesunden Herzens und Kreislaufsystems hervor: Was gesund für das Herz sei, sei auch gut für das Gehirn. Wer also Übergewicht, Bluthochdruck sowie hohes Cholesterin bekämpfe, schütze nicht nur sein Herz, sondern würde genauso einer Demenz vorbeugen.

WANC 09.01.2011
Quelle: BMJ 2012;344:d7622

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