Demenz: Die große Unerkannte

Bei den meisten Menschen, die unter einer Demenz leiden, bleibt die Erkrankung unerkannt. Das stellt der Welt-Alzheimer-Report fest. Dabei sind Therapien bisher nur dann wirklich wirksam, wenn sie möglichst früh begonnen werden.

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Die Zahlen, die die Internationale Alzheimer-Gesellschaft (ADI) in ihrem Bericht veröffentlicht, sind beängstigend. Selbst in den Industrieländern bleiben 50-80% der Fälle unerkannt. In Niedriglohnländern sind des sogar 90%.

Dass die Krankheit nicht diagnostiziert wird, bedeutet, dass die meisten Patienten mit Demenz nicht oder zu spät behandelt werden. Zwar ist es auch heute noch nicht möglich, Demenzerkrankungen zu heilen. Aber es ist möglich, das Voranschreiten zu verlangsamen, die geistige Leistungsfähigkeit länger zu erhalten und so eine Heimunterbringung möglichst lange hinauszuzögern.

Der Report macht auch den Unterschied für die Betroffenen und ihre Familien deutlich: Wer früh genug informiert ist, kann seine Entscheidungen und Maßnahmen noch planen, wenn er in der Lage dazu ist.

WANC 16.09.2011
Quelle: World Alzheimer Report 2011

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