Alzheimer: Ist eine Heilung doch möglich?

Alzheimer gehört zu den Erkrankungen, für die selbst die moderne Medizin bisher keine Heilung anbietet. Das liegt vor allem daran, dass die Prozesse, die zur Zerstörung der Gehirnzellen führen, noch kaum aufgeklärt sind. Doch jetzt haben Wissenschaftler anscheinend zumindest einen dieser Prozesse entschlüsselt. Und das könnte nicht nur zu Medikamenten für eine Akutbehandlung führen, sondern auch für die Vorbeugung wichtig sein.

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Was man weiß, ist, wie Alzheimer entsteht. Nämlich durch Ablagerungen von bestimmten Stoffen – sogenannten Amloyid-Peptiden – im Hirngewebe. Durch immer mehr Ablagerungen entstehen Verklumpungen und diese lassen viele Zellen im Gehirn sterben. Betroffen sind bei Alzheimer vor allem die Bereiche im Gehirn, die für Lernen und Erinnern zuständig sind.

Ist ein Enzym schuld am Alzheimer?

Nun haben Wissenschaftler der Universität Leipzig entdeckt, dass diese Amloyid-Peptide auch in Gehirnen von Gesunden vorkommen und dort ganz wichtige Aufgaben übernehmen. Doch anscheinend gibt es von den Amloyid-Peptiden nützliche und giftige Formen. Die giftigen Formen entstehen durch einen Umwandlungsprozess, den ein bestimmtes Enzym - Glutaminyl-Zyklase – verursacht.

Damit haben Prof. Steffen Roßner und Kollegen einen Angriffspunkt gefunden, die Vergiftung des Gehirns von Alzheimer-Patienten durch Verklumpungen möglicherweise zu stoppen. Die Forscher entwickeln und testen bereits die ersten Wirkstoffe, die die Bildung der schädlichen Peptide unterbindet.

WANC 02.09.2011
Quelle: Acta Neuropathologica

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