Kann Vitamin C das Risiko einer Alzheimererkrankung verringern?

Wissenschaftler sind überzeugt, ein neues Wirkungsgebiet für Vitamin C gefunden zu haben. Das Vitamin soll nämlich in der Lage sein, die gefährlichen Verklumpungen an den Nervenzellen aufzulösen. Diese Verklumpungen werden für die Gedächtniszerstörung bei Alzheimer-Patienten verantwortlich gemacht.

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Vitamin C wirkt den Verklumpungen entgegen

Die Nervenzellen von Patienten mit Morbus Alzheimer sind verändert: An ihnen haben sich Plaques abgelagert. Und diese Plaques enthalten Beta-Amlyoid, das erst einmal dafür sorgt, dass die Signalwege der Nervenzellen ge- oder zerstört werden und deshalb Informationen nicht mehr austauschen können. Im weiteren Verlauf der Erkrankung rufen die Plaques dann den Tod der Nervenzellen hervor.

Doch Katrin Mani von der Lund University in Schweden hat eine Hoffnung erweckende  Beobachtung gemacht: “Wenn wir die Gehirne von Mäusen, die unter Alzheimer litten, mit Vitamin C behandelt haben, konnten wir beobachten, dass sich die giftigen Proteinklumpen auflösten.”

Die optimale Kombination aus Vitamin C und Vitamin E

Dass Vitamin C diese Wirkung hat, ist ein wenig überraschend. Wissenschaftler der John Hopkins University haben bereits 2004 nachgewiesen, dass die Einnahme von Vitaminen die Auswirkungen einer Alzheimererkrankung verringert. Entscheidend ist die Einnahme der richtigen Kombination der Vitamine E und C. Durch die Zerstörung von freien Radikalen schützen sie das alternde Gehirn. Der leitende Wissenschaftler Peter Zandi erklärte damals, dass die regelmäßige Einnahme von Vitamin E vor allem in Kombination mit Vitamin C das Risiko einer Alzheimererkrankung verringern kann.

Jene Teilnehmer, die beide Vitamine zu sich nahmen, waren 78% weniger gefährdet, Anzeichen von Alzheimer zu zeigen. Keine positiven Effekte konnten für die Einnahme eines der beiden Vitamine allein oder der Multivitaminpräparate nachgewiesen werden. Ein positiver Effekt konnte nur bei der Kombination von Vitamin E mit den geringeren Vitamin-C-Dosierungen festgestellt werden.

WANC 22.08.2011
Quelle: Journal of Biological Chemistry, 286, 27559-27572, 2011, Archives of Neurology

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