Alzheimer durch Elektrosmog?

Menschen, die in der unmittelbaren Nähe von Hochspannungsleitungen wohnen, scheinen öfter an Alzheimer zu erkranken. Das ist das Ergebnis einer Studie der Universität Bern.

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Ob Hochspannungsleitungen ein gesundheitliches Risiko darstellen, ist seit Jahren umstritten. Auf der Seite der Beschwichtiger stehen vor allem Stromkonzerne und Mobilfunkbetreiber. Aber bei denen kann man nicht ernsthaft glauben, dass sie dieses Thema neutral bewerten. Bei einem vom Schweizer Nationalfonds finanzierten Studie, wie das hier der Fall war, schon eher.

Im Visier: Hochspannungsleitungen

Die Wissenschaftler nahmen über 9.000 Alzheimer-Sterbefälle unter die Lupe und glichen sie systematisch mit dem Wohnort und der Nähe zu Hochspannungsleitungen ab. Dabei zeigte sich eine deutliche Risikozunahme bei Menschen, die weniger als 50 Meter von einer solchen Leitung entfernt wohnten. Die Erkranungsgefahr nahm dabei mit der Dauer zu. Menschen, die über 15 Jahre so nah an einer Hochspannungsleitung gelebt hatten, bekamen doppelt so häufig eine Alzheimer-Demenz. Für alle Entfernungen oberhalb von 50 m konnte aber keine Risikoerhöhung festgestellt werden.

Autoren: WANC/Dr. med. Jörg Zorn, 10.11.08
Quelle: American Journal of Epidemiology, epub ahead of print (DOE:10.1093/aje/kwn297, http://aje.oxfordjournals.org)

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