Alzheimer schreitet bei höher Gebildeten schneller voran

Hat sich eine Alzheimer-Erkrankung erst einmal entwickelt, schreitet sie bei höher gebildeten Patienten rascher voran. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommt jetzt eine US-amerikanische Studie. Bisher hatte man angenommen, dass es genau andersherum ist.

Unsere 10 wichtigsten Tipps für die Angehörigen

weiterlesen...

Theorie: Erst schützt die Bildung, später geht mehr zugrunde

Die höhere Bildung scheint diesen neuen Erkenntnissen zufolge aber nur zu Beginn der Erkrankung zu helfen. Und wahrscheinlich auch in der Zeit davor. Dann verzögern die geistigen Reserven früheren Untersuchungen zufolge die Alzheimer-Entstehung. Sobald der Krankheitsprozess dann aber im vollen Gange ist, scheint sich die höhere Dichte an Nervenverbindungen im Gehirn (Ausdruck einer höheren Bildung) negativ auszuwirken. Wo viel ist, kann auch halt auch mehr zerstört werden.

In der aktuellen Studie der Columbia University wurde bei 312 Alzheimer-Patienten der Krankheitsverlauf über fünf Jahre analysiert. Das Ergebnis: Die Abnahme der geistigen Beweglichkeit nahm mit jedem zusätzlichen Jahr an Ausbildung leicht zu.

Autoren: WANC/, 20.02.06

Haben Sie eigene Erfahrungen oder eine andere Meinung? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar (bitte Regeln beachten).
Kommentare (1)
Alzheimer.
1 Montag, den 27. August 2018 um 14:56 Uhr
Hans Grimm
Nach 40 Jahren die Partnerin innerhalb von 3 Jahren an Alzheimer verloren. Bis zum Schluss allein zu Hause gepflegt. Ab Mai ging es dann täglich bergab. Totale Nahrungsverweigerung! Fresobin in den ersten ersten 14 Tagen noch aus kleiner Schale getrunken, dann aus meiner Hand geschlagen. Daraufhin habe ich das Fresobin mühselig mit dem Röhrchen in den Mund geträufelt und dabei laufend "schlucken!" gerufen. Teils wurde es im Rachen so dick, dass sie nach Luft rang, und ich schnell ihren Rachen säubern musste. Dann gab ich ihr im Wechsel Apfelsaft - mit dem Resultat, dass ein Teil davon in die Lunge gelangte und sie Lungenentzündung bekam.
Als sie nach 10 Tagen aus der Klinik kam, konnte sie sich überhaupt nicht mehr bewegen. Jetzt gab ich ihr Fresobin und Apfelsaft in 1-ml-Schritten. Für 500 -600 ml brauchte ich - über den Tag verteilt - 3 bis 4 Stunden. Doch auch dabei gelangte noch etwas in die Luftröhre, was ich dann mit einem Schläuchchen in meinem Mund absaugte. Es half alles nichts! Ein Nierenversagen beendete qualvoll ihr Leben - und mich plagen jetzt entsetzliche Schuldgefühle.
Anzeigen