Ernährung, Bildung, Gene: Was schützt vor Demenz?

Eine britisch-französische Studie hat verschiedene bekannte Risikofaktoren für eine Demenz unter die Lupe genommen. Und kommt zu dem etwas überraschenden Ergebnis, dass eine gute Bildung am meisten vor der Erkrankung schützt.

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In der Untersuchung, die im renommierten British Medical Journal publiziert wurde, hatten die Wissenschaftler rund 1.400 gesunde Menschen im Alter über 65 Jahren sieben Jahre lang beobachtet. Im Fokus standen die Risikofaktoren Ernährung, Schulbildung, Diabetes, Depressionen und die genetische Veranlagung. Für diese Faktoren wurden folgende Werte ermittelt:

  • Eine gute Schulbildung senkt das Demenz-Risiko um 18%.
  • Bleibt man psychisch gesund, leidet also nicht an einer Depression, sinkt das Risiko um 10%.
  • Eine nicht vorhandene genetische Veranlagung senkt das Risiko um 7% (wobei man das nicht wirklich beeinflussen kann).
  • Wer reichlich Obst und Gemüse isst, erkrankt um 6,5% seltener an einer Demenz.
  • Und wer eine Diabetes-Erkrankung vermeiden kann, verringert sein Risiko um 5%.

Die wichtigste Erkenntnis aus dieser Studie ist vielleicht, dass die Demenz-Vorbeugung schon ganz früh beginnt. Mit einer guten Bildung bzw. einer regen geistigen Beschäftigung sowie guter Ernährung.

Autoren: WANC, Dr. med. Jörg Zorn
Quelle: British Medical Journal (BMJ) 2011

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