Alzheimer-Warnzeichen: Probleme beim Umgang mit Geld

Wenn Sie bei Ihren älteren Angehörigen feststellen, dass sie neu aufgetretene Schwierigkeiten im Umgang mit Geld haben, könnte dies ein Hinweis auf eine beginnende Demenz sein. US-amerikanische Ärzte stellten in einer Studie fest, dass Probleme rund ums Zählen und Bezahlen ein sehr häufiges Frühsymptom der Demenz bzw. der Alzheimer-Erkrankung sind.

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Auffallen kann so etwas zum Beispiel beim Münzen abzählen, Einkäufe an der Kasse bezahlen, aber auch im Umgang mit Rechnungen und Kontoauszügen. Wenn aber zum Beispiel Rechnungen zweimal überwiesen werden, bekommt man das ohne tieferen Einblick kaum mit. Die Experten raten Angehörigen deshalb dazu, bei auffälligen Problemen ruhig einmal näher hinzuschauen. So könnten Sie zur Sicherheit evtl. um Einsicht in die finanziellen Transaktionen bitten oder auch einmal die Bank kontaktieren.

Das Wichtigste bei diesem ganzen Thema ist sicherlich das genaue Hinschauen. Nicht jede kleine Vergesslichkeit im Alter ist gleich eine Demenz. Wenn aber Ihre betagteren Angehörigen richtiggehend "komisch" werden, Geschichten zweimal nacheinander erzählen oder zuvor ungewohnte Alltagsprobleme entwickeln, sollte man das vorschnell nicht als alterstypische Eigenheiten abtun. Denn wenn wirklich eine beginnende Demenz oder ein Alzheimer dahinterstecken, kann eine frühzeitige Behandlung den Prozess zumindest verlangsamen.

Autoren: WANC/Dr. med. Jörg Zorn, 23.09.09
Quelle: Neurology

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